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*  Amtsantritt von Pfarrer Benno 1982
*
 Der Kierlinger Fronleichnam im Film
*
 Leitende Beamtin des Denkmalamtes
* Restaurierung der Kierlinger Kirche!
* Kierling, der älteste Ortsteil der Stadt

* Chirchlingin und jetzt heißt´s Kierling
*
Sensationelle Geschichte der Kirche
*
100. Geburtstag der Pfarrkirche?!
* Wer weiß, vielleicht ändert s das Blatt?
*
Kierlinger Belange ernst nehmen - 2009
*
Stellungnahme zur Kirchenänderung
* Bauamt der Erzdiözese
* Kommentar zum Bauamt
* Antwortschreiben an BMUK
* Reaktionen kurz und bündig
* 750 Jahre Kierlinger Pfarre 1984

Die Aktivitäten der Stadt-Pfarren
 
NÖN
/ Die Kleine- Kloburg  8. Sept. 1982   Bericht: Herwig Irmler
Amtsantritt von Pfarrer Benno!        
 
Vergangenen Sonntag, am 5. September 1982, trat der neue Kierlinger Pfarrer, Dr. Benno Anderlitschka mit der hl. Messe seinen Dienst in der Kierlinger Pfarre an.
Über 300 Kierlinger fanden sich bei der symbolischen Schlüsselübergabe an den neuen Pfarrer Benno, in der Kierlinger Kirche ein. Generalabt Gebhard Koberger nahm die feierliche Zeremonie persönlich vor.
Die gemeinsame Messfeier und die offizielle Einführung in das schwierige und aufgabenreiche Pfarramt waren der Höhepunkt dieses bedeutenden und zukunftsweisenden Abends für Pfarrer Benno. Besonders erfreulich war die Dokumentation einer guten Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung, Schule und Kirche. Eine stimmungsvolle Kulisse bildeten die 28 Ministranten, eine Abordnung der Pfadfindergruppe, ein Schülerchor der Volksschule und nicht zuletzt der Kirchenchor.
Generalabt Koberger ging in seiner Predigt auf die Hauptanliegen einer solchen Aufgabenübernahme ein. So sagte er unter anderem, dass es ein `bedeutungsvoller Augenblick sei, den Pfarrer, der im personellen Mittelpunkt einer Pfarrgemeinde steht, in sein Amt einzuführen, ihm jene Worte mitzugeben und jene Kraft zu wünschen, die notwendig ist, den christlichen Aufbau in der Gemeinde zu meistern´. Die Verbundenheit der Pfarrgemeinschaft kam besonders bei den von Prof. Stradner gedichteten und komponierten Liedern, die vom Schulchor zu Ehren des scheidenden Pfarrers Lambert und des neuen Pfarrers Benno gesungen wurden, zum Ausdruck.


Ortsvorstehe3r Norbert Gschirrmeister gratuliert Pfarrer Benno.  Foto: Mertin
 
Der an die hl. Messe anschließende Empfang im Pfarrhaus, zu dem ausnahmslos alle eingeladen wurden, sollte zugleich die `Offene Tür´ der Kierlinger Pfarre symbolisieren. Im Namen von Bürgermeister ÖKR Resperger überbrachte Ortsvorsteher GR Norbert Gschirrmeister in seinem unbeugsamen, humorvollen Stil, Glückwünsche zum Amtsantritt.


 
Pfarrer Dr. Benno u. GR Gschirrmeister  Benno: Besondere Liebe zu Kindern
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Die Kleine Klbg-Zeitung / 26.7.1984  Seite 7
Kierling in Trauer
Pfarrer Lambert plötzlich verstorben
Ganz Kierling steht im Zeichen der Trauerfeierlichkeiten des am Donnerstag, dem 19. Juli 1984 im 57. Lebensjahr nach schwerem Leiden plötzlich verstorbenen Kierlinger Pfarrers und Augustiner-Chorherren des Stiftes Klosterneuburg. Lambert Richard Kopecky. Vergangenen Sonntag nahmen unzählige Gläubige während der heiligen Messe Abschied von Pfarrer Lambert, dessen sterbliche Hülle in der Kierlinger Pfarrkirche aufgebahrt war. Nicht nur seine gläubige Erfüllung und sein Wirken im Namen Christi, für die Kierlinger Pfarrgemeinde  über 12 Jahre hindurch, waren ihm zur täglichen Pflicht geworden: Große Schaffenskraft ließ Pfarrer Lambert auch sichtbare Taten vollbringen. So war es ihm möglich, trotz schwerer Diabetes, die ihm während seines ganzen Lebens zu schaffen machte. Die komplette Außen- und Innenrestaurierung der Kirche sowie die Sanierung und Modernisierung des Pfarrhofes durchzuführen.

Pfarrer Lamberts unermüdliches
Wirken für Glauben und
Gemeinde fand vorige Woche
ein plötzliches Ende.


Mit Bewunderung gedenkt die hinterbliebene Gemeinde an das Bemühen von Pfarrer Lambert, das Kreuz seiner schweren Krankheit zu tragen, ohne anderen zur Last zu fallen. Er war stets Helfer, ohne anderen zur Last zu fallen. Als Priester und Lehrer war er stets Vorbild für die Jugend.
Pfarrer Lambert wurde am 19. April 1928 in Wien geboren. Maturierte am Gymnasium in Wien XV und trat zu Augustini 1946 in das Stift Klosterneuburg ein. Am 28. August 1950 weihte er sich in der feierlichen Profess ganz dem Herrn. Die Priesterweihe empfimg er am 29. Juni 1952. Zuerst Kaplan in Heiligenstadt, Jedlersee, St. Martin und Meidling wurde er 1960 Religionsprofessor an der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Wien XIII. Nach dieser hervorragend durchgeführten 10-jährigen pädagogischen Tätigkeit übernahm Pfarrer Lambert die Kierlinger Pfarre. Nach 12 Jahren unermüdlichen Wirkens in dieser ihm zur Heimat gewordenen Gemeindfe, musste er 1982 fast erblindet, aus der Pfarre ins Stift zurückkehren.
Dienstag in der Agneskapelle im Kreuzgang des Stiftes aufgebahrt, fand nun am Donnerstag, dem 26. Juli um 16 Uhr das feierliche Pontifikalrequiem statt, ehe der Kierlinger Pfarrer in der Chorherrengruft zur letzten Ruhe beigesetzt wurde.
Die Kierlinger Bevölkerung wird Pfarrer Lambert nicht zuletzt wegen des ihm zu Ehren geschriebenen und komponierten Liedes, in bleibender Erinnerung behalten.

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50. Priesterjubiläum von Benno
Benno Gerhard Anderlitschka ist heute Pfarrer in Kierling, Kapitelrat,
Stiftsdechant und Religionslehrer in Klosterneuburg- Kierling.
Am Tag genau, dem 19. April 2015, versammelten sich die Kierlinger Gläubigen zu einem Hochamt in der örtlichen Kirche, um ihrem geschätzten Pfarrer zu seinem 50-jährigen Priesterjubiläum die ihm gebührende Ehre zu verleihen. Ihm zu Ehren, war auch Generalabt Propst Bernhard Hermann Backovsky, sowie der Klosterneuburger Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager mit Familie - bei der Jubiläums-messe anwesend.
 
Ehrende Worte fand u.a. STR Peter Mayer.           
Um diesem würdigen Ereignis die gebührende Ehre zu erweisen, bringt Klosterneuburg1 eine Erinnerungs- Darstellung aus der örtlichen Presse -



 

 






















 

Der neue Stiftsdechant Benno in der geliebten Kierlinger Pfarrgemeinde, wie ihn alle schätzten und liebten.
 
Pfarrer Benno zum Stiftsdechant gewählt


















^
Der Stiftsdechant hatte schon als
Volkspfarrer von Kierling gute Kontakte zu den Menschen: Hier mit Bürger-meister Dr. Gottfried Schuh. Foto: Herwig Irmler

Dechant Benno Anderlitschka
Die Kleine
Nr. 1010 vom 26. Jänner 1996, Seite 15. Foto+Bericht - H. Irmler
Klosterneuburg- Kierling / (hir) Das Kapitel des Chor-herrenstiftes ist nur einige Wochen nachdem es Bernhard Backovsky zum neuen Propst wählte, erneut zusammengetreten. Die Stiftspfarre braucht einen neuen Dechant. Die Wahl fiel in der Entscheidung auf den Kierlinger Pfarrer Benno Anderlitschka.
Trotz des Aufrückens in das zweithöchste Amt des Stiftes und des damit verbundenen Einsatzes wird der geliebte Volkspfarrer den Kierlingern erhalten bleiben. Der von Pfarrer Benno vorgebrachten Bitte hat Propst Bernhard stattgegeben. So wird Benno weiter der Seelsorge-Verpflichtung der Kierlinger Bevölkerung nachkommen.
Der neue Dechant: "Ich werde eben einen großen Teil meiner Freizeit in Kierling verbringen." Damit fällt den Ortsbewohnern ein Stein vom Herzen. Sie freuen sich zwar dass ihr Pfarrer ein so würde- und verantwortungsvolles Amt übernommen hat, auf den gewohnten Kontakt mit ihrem Priester Benno wollen sie aber nicht ganz verzichten.
Er ist nicht nur der Apostel des Kierlingtals, sondern auch der gute Nachbar, der verständnisvolle Mitmensch, kurzum der gesellschaftliche Mittelpunkt. Am 5. 9. 1982 hat der 20.4.1939 in Deutsch-Liebau, Nordmähren geborene Gerhard Anderlitschka seinen Dienst in Kierling angetreten. Seine Begegnung mit dem heutigen Univ. Prof.
DDr. Floridus Röhrig hat schon am 19.9.1959 aus dem Gerhard Anderlitschka den Augustiner Chorherren Benno werden lassen. In ihrer Nr. 312 vom 8.9.1982 berichtet die Kleine über den Amtsantritt u.a.: "Große Zuneigung zeigte Pfarrer Benno der Jugend und den Kindern gegenüber. Dieses Vertrauen weckte in den Jugendlichen besondere Sympathie, wollen sich doch einige in nächster Zeit mit verschiedenen Bitten an den neuen Pfarrer wenden." Dass er die Anliegen der jungen Ortsbewohner tatsächlich erhört und erfüllt hat ist eine erfreuliche Tatsache. Sie sind ihm deshalb nicht nur dankbar, sie gehen heute für ihren Pfarrer durch `Dick und Dünn´. Gerade die Leistungen im Rahmen der Jugendbetreuung zeichnen den Kierlinger `Gottesmann´ aus. Seine Jungschar und seine stattliche Ministrantengilde hat über die Ortsgrenze hinaus Bewunderung gefunden. Natürlich sind auch alle anderen Aktivitäten ein bedeutender Beitrag zur besseren Verständigung und Kommunikationsbereitschaft untereinander. Ob dies die Familienrunde, die Aufnahme der Pfadfinder, die Diensterfüllung als Religionslehrer, die Gedenkmesse für die verstorbenen Ortspriester von Kierling, ein bunter Pfarrkirtag oder das Engagement für die Kirche, die durch die Initiative von Pfarrer Benno ein neues Geläut bekam, immer stellt der Kierlinger Pfarrer einen ganzen Mann. Alle hoffen, dass dies so bleibt. Den schon jetzt von der Bevölkerung ausgesprochenen Gratulationen und guten Wünschen für die neue Aufgabe als Dechant, schließt sich die KLEINE herzlich an.

40 Jahre Priester Dechant Benno Anderlitschka  Mai 2005


In aller Bescheidenheit feierte Stiftsdechant und Pfarrer von Kierling, Benno Gerhard Anderlitschka, am 1. Mai in der Kirche Peter & Paul sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, STR Peter Mayer gratulierte dem umsichtigen und engagierten Priester mit einem Blumenstrauß unter dem Applaus der Glaubensgemeinde. Dechant Benno wurde am 20. April 1939 in Deutsch- Liebau/Mähren geboren, trat 1959 den Chorherren bei und wurde 1965 zum Priester geweiht.

Kapitelrat Benno Anderlitschka ist Stiftsdechant und Religionslehrer an der Volksschule Kierling. Er unterrichtete auch an der Weinbauschule und am Bundesgymnasium Klosterneuburg. Seine vielfältigen Aufgaben als Priester erfüllt er seit mehr als 20 Jahren in Kierling. Insbesondere durch einen beispielhaften Kontakt zu den Gläubigen und durch sein gutes Gesprächsklima zur Jugend, ist es ihm gelungen nicht nur die größte Ministrantenschar, erstmals auch mit Mädchen, auf die Beine zu stellen.
Auch die Pfarrjugend hat durch seine Vorbildwirkung profitiert und ist heute ein wichtiger gesellschaftlicher Faktor in der überaus aktiven Pfarrgemeinde. An vielen Festen, wie am Faschingssamstag, beim Kirchweihfest, u.v.m. ist die Jugend gemeinsam mit der Familienrunde aktiv. Bestes Einvernehmen mit Pfarrer Benno besteht auch von Seite des Katholischen Bildungswerkes. Unter der Leitung von Hans Prankl, werden in der Pfarre jährlich eine Vielzahl an Vorträgen und Veranstaltungen angeboten. Die jährliche Fuß-Wallfahrt zur Lourdesgrotte hat eine Beliebtheit weit über die Ortsgrenzen hinaus erlangt und die Hl. Messfeier mit den Altministranten, die für die verstorbenen Kierlinger Priester geopfert wird, gehören zu den nachahmenswerten Beispielen.
Volkspfarrer Benno stellt auch seine priesterlichen Pflichten und seine menschlichen Kontakte dort her, wo es gilt, Gemeinschaft zu leben. Das macht sich dort bemerkbar, wo die Institutionen und Vereinigungen, wie Feuerwehr, Sängerrunde oder Schule in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten. Einer seiner ersten gesellschaftlichen „Großtaten“ war die Anschaffung, Segnung und Inbetriebnahme der neuen Kirchenglocke, noch unter Ortsvorsteher Norbert Gschirrmeister und die Kirchenrenovierung mit dem Bau eines eigenen Pfarr- und Festsaales, wo sich nicht zuletzt auch die Jugend eine attraktive Bleibe einrichten konnte.

Der Kierlinger Fronleichnam                                   1
< klick aufs Bild!
 
Dein Video zu Fronleichnam findest du hier:
https://www.youtube.com/watch?v=RSXJ5owUVoY 
<
Der aktuelle Filmbeitrag zeigt Fronleichnam in Kierling! Darüber freuen sich die
 Ortsbewohner!
    (Film: Herwig Irmler)

Der Kierlinger Fronleichnams-Umzug hat eine langjährige Tradition. Das freut Jung und Alt. Das macht die Menschen glücklich. Musik, Gesang und Gebet begleiten die Gläubigen dieses Ortes. Mit einer Messfeier beginnt in der Kirche die gemeinsame Glaubens- Andacht. Wir können es deutlich spüren:
Die Seele erhält neue Kraft. Die Gebete, die wir sprechen, stärken unseren Glauben. Hoffentlich kann die Kirche Peter & Paul diese nette Gemeinschaft noch viele Jahre beibehalten.


Was uns die Kierlinger Kirche wirklich sagt.
Stellungnahme zur Kirchenänderung in Kierling:
Die Kirche soll so bleiben, wie sie der Tradition entspricht
!  2009
 

Landeskonservatorat WHS
Ansprechpartner in allen Fragen des Schutzes und der Erhaltung-
bzw.
Restaurierung von denkmalgeschützten Objekten.
 
Eine leitende Beamtin des Denkmalamtes erklärte:     2
Die Gebäudestruktur mit Ortsteinquader, wie sie auch an der Kierlinger Kirche
angewandt wurde, war in dieser Art ab dem Mittelalter an verschiedenen Ecken, Kanten, Fenstern und Eingängen der Kirchen, als Zier- und Stützelement angebracht. So wurde eine Risse- Bildung der Ecken- und Kanten- Strukturen am Mauerwerk verhindert. Auch heute, nach mehreren hundert Jahren dieser erfolgreich methodischen Anwendung, kann die Bauweise eine positive Wirkung verzeichnen. Deshalb wird sie in vielen Ortschaften des Landes angewandt. Zum Unterschied der Klosterneuburger Fehl- Entscheidung, die einer Original- Instandsetzung dringend bedarf.
"Da geht kein Weg vorbei!"
Diese Meinung wird von den bedeutendsten Fachleuten
der Denkmalpflege vertreten.
 

 

Und wörtlich:
"Der angewandt weiße Farbton verleiht dem Kirchenbild eine unpas-
send äußere Form.
Zudem ergibt die Optik, wie
sie durch die Verfärbung der porösen Stein- Elemente zum Vorschein kommen, eine unpassend bz. störende äußere Form.
Da kann, mei. Meinung nach, jedenfalls keine fachgerechte Renovier-ung erkannt werden."
(Aussage einer leitenden Beamtin des LKVW)

Originalstruktur muss so restauriert werden    Natur-Steinstrucktur, fehlerhaft weiß bemalt.
damit die wertvolle Historie erhalten bleibt.       Grobe Nachlässigkeit! Muss behoben werden.

 
Ja, die
Kierlinger- Kirche sollte renoviert werden!

Aber nicht so - wie sich eine Renovierung- Pfarrer Benno einbildet! Sondern wie es die Tradition gebietet- und es die Bevölkerung uneingeschränkt unterstützen würde!

Jedenfalls wurde ohne „Spendenerlös“ der Orts-Bevölkerung, dem Turm 2007 eine unqualifizierte `weiße Farbe´ verpasst.  Das wird als nicht in Ordnung empfunden! Und entspricht nicht dem traditionellen Jugendstil. Geben auch Sie uns Ihre Meinung dazu:  lion@aon.at
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Restaurierung der Kierlinger Kirche             3
Und hier noch ein anderer `Kloburg´ Hinweis:
(Auch toll!)
Und das soll jetzt endgültig Tatsache und Wahrheit sein!?
STR Peter Mayer am 24.7.2012: Im Gespräch mit Red. FOL Herwig Irmler: Thema: Restaurierung der Kierlinger Kirche.
                                                                               
STR Peer Mayer  >

1. Die Restaurierung des Kirchturms war dringend notwendig, da 
    bereits einige Mauer- Abbrüche erfolgten, was auch eine 
    Gefahr für Personen bedeutete.
2. Ich gebe zu, dass durch die Art der Gebäude-Besserung der
    Kirchturm eine geänderte Erscheinungsform erhalten hat. Über
    Projektänderungen haben wir aber keinen Einfluss.
3. Eine Spendenaktion wird für die weitere Gestaltung der
    Renovierungs- Aktivitäten nicht vorgenommen. Für die 
    Kierlinger Gläubigen entsteht keine finanzielle Belastung.
4. Die weitere Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeit wird
    auch erst in einigen Jahren relevant. Vorläufig bleibt alles, so
    wie es ist. Besserungen sind derzeit nicht notwendig...

Zwei Jahre später setzt aber eine Renovierungsaktivität ein. Super, dass das alles nichts kostet! Wir haben wirklich einen tollen Pfarrer und Pfarrgemeinderat!

Die Meinung von H. Irmler:
Jetzt ist die `Katze aus dem Sack´
1. Das ist einerseits erfreulich! Im Sinne der bisherigen - öffentlichen Vorgangsweise, mir gegenüber, aber als äußerst merkwürdig zu erkennen. Haben doch zwei äußerst prominente Personen - nämlich
* Pfarrer Dechant Benno Anderlitschka und
*
Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager
mir gegenüber, eindeutig und öffentlich zu erkennen gegeben, dass es mir `anheim´ gestellt ist, für dieses Renovierungsprojekt einen Spendenbeitrag zu leisten. Wenn ich nun der einzige Kierlinger Gläubige bin, der so ein freundliches Angebot erhalten hat, muss ich mir schon etwas denken. Was mir da so durch den Kopf geht, kann sich jeder Bürger selbst `ausmahlen´! Viel Vergnügen!
 
1 Die Katze aus dem Sack lassen: Die wahre Absicht erkennen lassen; ein Geheimnis lüften; eine Neuigkeit bekannt geben. Wikipedia
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Die KLEINE / Klbg- Do. 26. Nov. 1998, Seite 7    Bericht: Herwig Irmler
Neues Kommunikationszentrum in Kierling
Segnung und Eröffnung des Pfarrsaales
Kierling,- (hir) Es ist so weit. Der in der Rekordbauzeit von nicht einmal zwei Jahren errichtete `Peter & Paul´- Pfarrsaal kann seiner Bestimmung übergeben werden.
In einer feierlichen Zeremonie wird am 29. November, nach einer Messe um 9 Uhr, durch Propst Bernhard Backovsky der Pfarrsaal gesegnet und eröffnet.
Das wiederholt große Interesse der Bürger, mit Kirche und Pfarre zu feiern, zeigt auf, wie wichtig es war, einen so großzügigen Pfarrsaal zu errichten. Neben dem Saal wird das erweiterte Pfarrheim, die Kierlinger Pfadfindergruppe ständig beherbergen und am ausgebauten Dachboden wird es sportliche Freizeitmöglichkeiten für die Jugend geben.
Der zu Beginn der Planung vom Zaun gebrochene Streit um die Zuerkennung einer öffentlichen Förderung, dürfte nun in Wohlgefallen enden. Wie die KLEINE exklusiv Nr 870/ 93 berichtete, gab es durch Bgm Dr. Gottfried Schuh am 7.5.93 einen GR-Antrag, der Pfarre eine 1,5 Mio. Schilling Subvention zu gewähren, wofür bei Bedarf dann der Saal nach einem Benützungsübereinkommen, öffentlich verwendet werden könnte. Der Benützung nicht zur Verfügung sollte der Saal Politischen Parteien stehen. GR Chlebecek damals: `Wenn der Saal aus öffentlichen Mitteln gefördert werden soll, dann muss es auch möglich sein, Ballveranstaltungen, wie den Dirndlball, oder den Besenbinderball, sowie Diskussionen und Vorträge, die von Parteien organisiert werden, abzuhalten.´

Nach heftiger Diskussion: Die beiden, jetzt genannten Ballveranstaltungen sollen ausgenommen bleiben, alle anderen Parteiveranstaltungen seien nicht zu genehmigen.
Der Unterstützungsantrag wurde schließlich mit 20:13 Stimmen genehmigt.
Am 29. November 98 wird es, nach Segnung und Eröffnung, bei der gemeinsamen Agape erneut Gelegenheit geben, über Einlass oder Aussperren zu diskutieren...

 












 
 

Reportage Kierling- Seite 45                                4

Bezirks Zeitung, Nr.5, 1992, Klbg. K
Der älteste Ortsteil der Stadt ist zweifelsfrei Kierling 
Bereits im 11. Jahrhundert wird der Ort als Chirchelin oder Chirchlingen bezeichnet. Bis 1938 war der Ort selbständig. Dann wurde Kierling, wie viele andere Orte der Umgebung Groß-Wien einverleibt.
Nach der Wiederausgliederung aus Wien, im Jahre 1954 waren die Bestrebungen jener erfolg-reich, die die Grenzen des ehemaligen 26. Bezirks als Gebiet der neuen Stadtgemeinde Klosterneuburg beibehalten wollten. Ungeachtet der verlorenen Selbständigkeit Kierlings und der anderen Gemeinden blieben die örtlich dörflichen Kulturen, vor allem im gesellschaftlich-kulturellen Bereich, erhalten.


Chirchlingin und jetzt heißt´s "Kierling"        
5
Die Kierlinger sind ein eigenes Volk. Stolz auf ihren uralten Ort. Strebsam, aber stets darauf bedacht, dass ihnen das Leben nicht zwischen den Fingern zerrinnt. Ihre Eigenart wurde im Lauf der Jahrhunderte nicht zuletzt von der Landschaft geprägt, in deren Liebreiz sich ein Hauch von Herbheit mischt.
 

Zum Ortsnamen   
Josef Schmutzer - Kierling
Nach dem heutigen Stand der Sprachwissenschaft gehören die Ortsnamen auf `ing´ (Kierling) zu den ältesten deutschen Namensbildungen. Die Entstehungszeit dieser echt deutschen `ing´- Namen wird derzeit in die karolingische bzw vorkarolingische Periode verlegt, die ab dem Jahr 751 n. Chr. im Frankenreich die Königswürde hatte.
 
Zur Geschichte des Ortes   
Josef Schmutzer - Kierling
In das Vorneolithische Zeitalter (J.Steinzeit, - 3000 bis 1800 v. Chr.)
fällt auch die früheste Besiedlung unseres Landstriches. In langer ruhiger Zeitdauer entwickelten die Menschen die Ackerbau, Kulturpflanzen und Viehzucht. Für den Kulturkreis der bemalten Tonwase fand sich Material z.B. für Berndorf, Heiligenstadt und auch in Kierling (Streufunde)
Diese Streufunde weisen darauf hin, dass das Kierlingtal schon in der jüngeren Steinzeit begangen und als militärischer Sicherheits-Kontrollpunkt teilweise besiedelt war.
Wikipedia:
Das Tertiär
ist ein geologischer Zeitabschnitt der Erdneuzeit vor Beginn des Quartärs. Das Tertiär begann vor 65 Millionen Jahren (Ende der Kreidezeit) und dauerte bis zum Beginn der Klimaveränderung vor rund 2,6 Millionen Jahren, in deren Folge das Eiszeitalter im Quartär einen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten brachte. Das Klima auf der Erde war im Tertiär wesentlich wärmer als heute. Nach dem Massenaussterben der großen Saurier und vieler anderer Tierarten am Ende der Kreidezeit entwickelte sich hauptsächlich im Tertiär die Tier- und Pflanzenwelt, wie wir sie heute kennen. Die Bezeichnung Tertiär soll innerhalb der offiziellen geologischen Zeitskala nicht mehr anderer Tierarten am Ende der Kreidezeit entwickelte sich hauptsächlich im Tertiär die gebraucht werden.vIn der Praxis (auch in der Lehre) wird sie aber oft noch verwendet. Die aktuelle Konvention teilt das Tertiär in zwei Zeitalter und verwendet die Begriffe Paläogen für das ältere (65,5–23,0 mya) und Neogen für das jüngere (23,0–5,3 mya).
 
Zu Beginn des Eozäns vor 56 Mill. Jahren - (wie 2016)
herrschten die höchsten Temperaturen (30 °C) im gesamten Känozoikum. Die Welt war eisfrei. Durch die plattentektonische Verschiebung wurde der globale Wärmetransport verändert. Dies führte am Ende des Eozäns zu einer Abkühlung. Im Oligozän begann die Vereisung der Antarktis. Im Miozän, bis vor circa 20 Millionen Jahre, war die Antarktis vollständig mit Eis bedeckt. Die nördlichen Kontinente kühlten rasch ab.
Wikipedia Das Eozän ist in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Serie (= Zeitintervall) innerhalb des Paläogens. Das Eozän begann vor etwa 56 Millionen Jahren und endete vor etwa 33,9 Millionen Jahren und ist die zweite Serie des Paläogens (siehe Geologische Zeitskala). Dem Eozän folgte das Oligozän und ging das Paläozän voraus.
 
Gebirgsbildung: Nach einer endlosen Ebenheit der Erde, bildeten sich nach vulkanischer Aktivität die Gebirgszüge auf der Erde. Vor circa 50 Millionen Jahren kollidierte der Indische Kontinent mit Asien, wodurch das Himalayagebirge und das Hochland von Tibet entstand.
Zudem fanden im Tertiär die Bildung oder die Hauptphasen der Bildung der Alpen, des Apennins, der Karpaten, der Pyrenäen und des Kaukasus in Europa sowie der Anden in Süd- und der Rocky Mountains in Nordamerika statt.
Die Gebirgsbildungen in Eurasien gingen mit der weitgehenden Schließung des Tethys- Ozeanes einher. Die zentralen Gebiete des östlichen Mittelmeers sowie des Schwarzen Meeres sind kleine Reste dieses ehemaligen Ozeanbeckens.

^ Kriechspuren von Meeresschnecken in Kierling- im Alttertiär- vor 50 Mio. Jahren.

^ Außenansicht der Kirche 1750 - 1800.  Vor der Erweiterung der neuen Kirche.

^ Innenansicht der alten Kirche. Das damalige Langschiff ist heute Seitenschiff.

 ^ Außenansicht der römischen Kirche Kierling- nach der Kirchengründung 1202.
 
Die Geschichte Kierlings
ist mit seiner Kirche untrennbar verbunden. Bereits aus dem Jahre 1083 stammen die ersten historischen Berichte über diesen Ort. Damals hieß er Chirchlingin. Die Herren
von Chirchlingen, sie hatten ihre Burg am Platze des heutigen Pfarrhauses, ließen am Platz der heutigen Kirche, ein Kirchlein errichten. Vermutlich war ihnen der Weg zur Pfarrkirche St. Martin zu weit.
 
1220 hatte Kierling einen Pfarrer
Um das Jahr 1220 installierten sie sogar einen eigenen Pfarrer, was 1223 eine
Klage bei der Kurie in Rom einbrachte.
Die schon damals bemerkenswerte Starrköpfigkeit der Kierlinger siegte. 1233 kam es zum Abschluss eines Vertrages zwischen dem Stiftspropst Conrad Colstan und Ulrich von Chirchlingin. Der Kierlinger Bevölkerung wurden übereinstimmend  die Pfarrrechte zugesprochen.

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Die Kierlinger Kirche: Sturheit führt zum Ziel!
Die wechselvolle Geschichte Kierlings und seiner Pfarrkirche füllt eine ganze Broschüre. Und die gibt es nicht erst seit der fiktiven 750 Jahrfeier im Jahre 1984. Kierling ist heute gut 1000 Jahre alt. Der Geschichts- Verfasser Dr. Robert Mayer hat sich damit größte Verdienste erworben. Geschichtsforscher gehen auch davon aus, dass der Ort durchaus auch schon ca. 2.000 Jahre - und sogar mehr als 5000 Jahre alt sein könnte. Jedenfalls wurden in Kierling schon so alte, goldene Römermünzen gefunden. Das Äußere wird von Strebepfeilern, gekoppelten Rundbogenfenstern, Blendbogen und Kerbschnittfriesen und den Anbauten der romanischen Kapelle, dem nördl. hohen Turm mit gekoppelten Schallfenstern und Pyramidendach, der südl. Sakristei und dem Oratorium gegliedert. An der südlichen Langhausmauer befinden sich Grabsteine die mit 1789 und 1829 bezeichnet sind. Die Jugendstilausstattung aus der Bauzeit ist zum großen Teil erhalten. Doch auch die neue Geschichte ist voll von Turbulenzen. Jene aus der langen Amtszeit von Pfarrer Himmelbauer (1896-1929) sind übrigens bemerkenswert. Zuerst wurde der Pfarrhof in seiner heutigen Gestalt errichtet und 1897 eingeweiht. Dann wollte Himmelbauer die alte barocke Pfarrkirche renovieren.
Besonderes Hindernis war, dass die Kirche dem Stift, der Turm aber den
Gemeinden Kierling und Gugging gehörten.
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Pfarrkirche St. Peter & Paul
Darstellung aus Klosterneuburger Kultur- Wanderweg. Univ. Doz. Dr. Johannes-Wolfgang NEUGEBAUER Darstellung u.a. STR OSR
Paul Mürwald 1989.
Auf einem erhöhten Plateau befindet sich der ehemalige romanische Kirchenbau vom Anfang des 13. Jahrhunderts- um 1202. Diese Burgkapelle wurde bei der großen Renovierung der Kirche als nördliche Seitenkapelle (rechteckiges Langhaus mit eingezogener, halbrunder Apsis mit Resten einer Halbsäulengliederung) erweitert.


















So sah die Kirche im 18. Jahrhundt. aus. Dieser Turmbau ist bis heute erhalten.

 












 
1233
wurde sie Pfarrkirche. Ab 1732 ist die Pfarre dem Stift inkorporiert.
Der neue Turm wurde in den Jahren
1912 - 1914 nach Plänen von Richard Jordan im neoromanischen Formenbau errichtet, und fügt sich in den alten, noch erhaltenen Bau.

Jetzt wurde der Kirchturm renoviert. Aber nicht in traditioneller Bauweise, sondern in der Amtszeit von Pfarrer Benno geändert.

Die schon bestandenen Steinquader wurden ergänzt. Das Äußere wird von Strebepfeilern, gekuppelten Rundbogenfenstern, Blendbogen- und Kerbschnitt-  Friesen und den Anbauten der romanischen Kapelle, dem nördlichen hohen Turm mit gekuppelten Schallfenstern und Pyramidendach, der südlichen Langhausmauer ergänzt. Eingearbeitete Grabsteine sind mit 1789 und 1829 bezeichnet.

 
Gehe zur interessanten Geschichte des Kirchturms auf der Seite 2 - `1000 Jahre Kierling´
  (< klick auf diese Überschrift)

Das zweischiffige Innere hat ein breiteres und höheres Hauptschiff. Es wird von bemerkenswerten Schmiedeeisengittern von 1914 abgeschlossen. Die Jugendstilausstattung aus der Bauzeit ist zum großen Teil erhalten bandartige Gewölbe- und Wandmalereien, in der Apsis Teppichmusterung; ornamentale Glasfenster, reizvolle Schmiedeeisengitter unter Empore und das Kommuniongitter. Der Hochaltar weist eine flache, secessionistische Steintafel mit drei Nischen und Figuren Maria mit Kind, Hl Petrus & Paulus auf. Einige originale romanische Kapitelle sind in die äußere Umfassungsmauer eingemauert. Vor der Kirche befindet sich das Kriegerdenkmal von Prof. Edmund Rothansl.

Aussage aus anderer Perspektive:
Was geschah wirklich? Kierl. Heimatkunde / von Josef Schmutzer:
Sensationelle Geschichte der Kierlinger Kirche:      6
Am 2.2.1902 wurde wegen der gemeinsamen Errichtung des Turmes der Kierlinger und Gugginger, eine Volksversammlung einberufen.
Die damalige Frage an die Gemeindebürger: „Soll der Turm den selbständigen Gemeinden Kierling und Gugging gehören, oder soll er ebenfalls der Kirche, die schon dem Stift Klosterneuburg zugeschrieben war, übergeben werden?
Frauen haben sich an der Abstimmung nicht beteiligt. Die Gugginger waren der Befragung fern geblieben.
Das Ergebnis: 45 Männer stimmten dagegen, nur 15 Bürger dafür, dass der Turm dem Chorherrenstift übergeben werden soll.
Kierling war Eigentümer des Turms, dem Stift gehörte das Gebäude. 

 
 

Der eindeutige Volksentscheid war jedoch amtlich nur knapp ein Jahr lang gewürdigt worden. Interventionen der Kirche erwirkten, aufgrund "intensiver Bemühungen“ sowie durch Erlass des NÖ Landesausschusses vom 15. September 1902, Ziffer 53.317, dass der Turm mit 1. Jänner 1903 dem Stift Klosterneuburg zuzuschreiben ist.
Inzwischen war der Kirchturm so desolat geworden, dass das Gewölbe unter dem Chor gestützt werden musste. Als 1904 endlich beschlossen wurde, den Turm zu reparieren, hatte sich dieser bereits 30cm hangabwärts gegen die Straße gesenkt und musste abgetragen werden. Erst 1911 wurde mit dem Neubau des Kirchturms begonnen, der 1912 fortgesetzt wurde. Die Chronik vermeldet, dass am 23. Juni 1911 der Pfarrer die letzte Predigt in den Resten des alten Kirchturms hielt und am 30. Juni 1913 um sechs Uhr früh, die erste Messe mit dem neuen Kirchturm zelebrierte.
Die dem hl. Apostel Peter & Paul gewidmete Kirche, die sich nun überragend erhebt, ist natürlich wieder etwas "Besonderes". Architekt und K.K. Baurat Richard Jordan besserte die Kirche im "Neoromanischen Stil". Die Einrichtung jedoch ist reiner Jugendstil. Einige Renovierungen erfolgte unter Pfarrer Lambert Kopeky (1970-1982). Seit 1. September wirkt in Kierling als 76. bezeugter Pfarrer Benno Anderlitschka. Dieser hatte die umstrittene Besserung des stolzen Jugendstil-Kirchturms aus den Jahren 1912-1914, im Jahre 2007 - in einfärbig weißem Farbton, ohne finanzieller Unterstützung der Gläubigen, veranlasst. Wann, und in welcher Art und Weise die Kirchenrenovierung fortgesetzt wird, ist noch 2013 unbekannt. Verlässliche Hinweise dazu, werden hier veröffentlicht!
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Eine peinliche und falsche Zeit- Darstellung.
Die Kierlinger Kirche ist nicht 100 - sondern mind. 1000 Jahre alt.

u.a. von H. Irmler erkannt.

Das musste sich jetzt die Kierlinger Kirche, nicht zuletzt aber auch die heimische Bevölkerung gefallen lassen. Nein, die Pfarrkirche `Peter & Paul´ feiert nicht ihren 100. Geburtstag! Wenn jemand unbedingt ein hundertjähriges Festchen feiern möchte, soll er das tun. Es wäre aber dann schon erwähnenswert, dass zu den genannten Jahren 1912-1914 die Kirche tatsächlich umfangreich erweitert wurde. Gleichzeitig muss aber dann auch gesagt werden, dass die ursprüngliche Bausubstanz in der Erweiterung erhalten ist und erhalten bleibt. Und so ist der Kirchenkern gut 1000 Jahre alt. Die Kirche hat aber in keinem Fall 100 Jahre `auf ihrem Rücken.´ Wenn der Kirchturm- (wegen Einsturzgefahr) eine Besserung - durch Neubau, und gleich auch einen Zubau über sich ergehen lassen musste, kann das für das Gottes-haus zwar zweckmäßig sein, ein Alter der Kirche ist daraus aber nicht abzulesen.
Wenn nun ein Herr `ABC´ meint diese `Zeitungs-Ente´ in der NÖN des 3.7.2013 zu kommentieren, kann er das tun. Mit der Mitteilung "Vor exakt 100 Jahren wurde allerdings neu gebaut," fehlt jetzt nur der konkrete Hinweis - was neu gebaut wurde. Und das Alter der Kirche hat mit einer Hundertjahrfeier einer Gebäudeerweiterung nichts zu tun.
 
So ein Unsinn! Jetzt soll die 1000 jährige Kirche in Kierling im selben Zeitraum den 100. Geburtstag feiern.
Und die Presse nimmt diesen Unsinn auch für bare Münze
100. Geburtstag der Pfarrkirche                    7
Von Jakob Heinreichsberger
           NÖN  26.6.2013  (Foto: H.I.-Archiv)


Die Kierlinger Ortskirche Peter & Paul
Die Kleine
GAJ Prof. Neumann 1.9.1983
Ein mehr als ausreichender Grün-Bewuchs






















Das ist aber gar nicht schön. Dieser Überwuchs an Grünfläche am 1.9.2015
lässt eine dringende Besserung erkennen.

 
`100 Jahre Kirche´:
Das wird am 29. und 30. Juni 2013 in der Kierlinger Pfarrkirche mit einem Fest gefeiert.
(Lesen Sie ruhig weiter)
Jubiläum, Die katholische Pfarrgemeinde St. Peter
und Paul feiert nach 1000 Jahren- 100-jähriges Bestehen. `Du arme Kirche´!
 
Kierling
/ Die Kierlinger Pfarre begeht heuer den
100. Jahrestag der Pfarrkirche. Aus diesem Anlass feiert Abtprimas Bernhard  Backovsky gemeinsam mit der Pfarrgemeinde am Samstag, 29. Juni 2013 um 16 Uhr ein feierliches Hochamt.
Es soll vom Kierlinger Kirchenchor begleitet werden. Die Messe wird in C Dur von Antonio Diabelli mit Orchester aufgeführt, die es nur in Kierling zu hören gibt. Anschließend warten auf die Besucher noch Tanz. Speis und Trank. Für die kleinen Leckereien und die Getränke zeigt sich die Kierlinger Pfarrjugend verantwortlich. Auch für ein Kinderprogramm haben die Organisatoren gesorgt. Am Sonntag gibt es dann nach den Heiligen Messen um 7.30 und 9 Uhr - ab 10 Uhr einen Frühschoppen.
`100- Jahr-Feier´ am 29. Juni 2013: Hochamt ab 16 h mit dem Abtprimas des Chorherrenstiftes, Bernhard Backovsky. Danach gemütliches Beisammensein bei Speis, Trank und Livemusik, am 30. Juni 2013: Heilige Messe um 7,30 und 9 Uhr. Danach Frühschoppen.
 
















 

 

Zum besseren Lese-Verständnis - hier die
Wiederholung und Tatsachenfeststellung!

Das NÖN-Berichts-Bild oben, zeigt den Original- Bildzustand des Kirchturms, an dem man noch deutlich die Stein-Struktur an allen Kanten und Ecken sehen kann .Eine zeitgemäße Darstellung des Jugendstils, der eine der großen internationalen Phänomene der Kunst- und Kulturgeschichte darstellt. Auch in der rechten Zeichnungs-Darstellung ist die Original-Bauweise erkennbar. Das re. Bild passt aber nicht zum Ehrentag (links). Nach einer Teil-Renovierung wurde dem Turm der Jugendstil geraubt - und der Turm in einem eintönigen Weiß übermalt. Und natürlich fand diese gedachte Feier nicht zum 100. Jahrestag der Kirche, sondern nur zu einem Ereignis vor 100 Jahren statt. Nämlich - dem neuen Turmbau. Allerdings wurde der neue Turm im Jugendstil - Formenbau errichtet. Das fehlt allerdings der Kirchturm-Ansicht heute.
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Wer weiß, vielleicht ändert sich jetzt das Blatt?         8
Und die Vernunft siegt. Das bedeutet, der `vermurkste´ Turm muss in jedem Fall auch das Strukturbild des Gebäudes erhalten. Wird das gelingen? Wer finanziert die nötige Besserung? Die Firma, die den gravierenden Fehler verursachte, gibt es nicht mehr. Wer zahlt? Und was geschieht mit den drei - in jedem Fall, zu großen Bäume?
Die Kirchenrenovierung wurde vor Ende 2014 durchgeführt. Pfarrer Benno ersuchte die Kierlinger Glaubensgemeinde um keine Spenden-Beteiligung. Hängt das damit zusammen, dass angeblich eine Funk- Anlage im Turmbereich- nach Genehmigung durch die Pfarre- montiert wurde, für die eine monatliche Geldzuwendung der Betreiberfirma an die Kirche bezahlt wird? Immerhin, die Möglichkeit besteht ja...

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Ein Blick zurück in die Geschichte
Das historische Kierling

 

Das Siegel des Ulrich von Chirlichingen, aus dem Jahre 1233, wird heute noch graphisch als Kierlinger Ortswappen geführt.

Diesen erkanten Daten zufolge, wurde dem Ort Kierling vorerst
ein Alter von mindestens 780 Jahren zugeschrieben.
Neueste Forschungen geben Kierling allerdings ein
                historisches Alter von mehr als 5000 Jahren.

Chirchlingin

Der Name Chirchlingen (auch Chirchlingin) findet sich zum ersten Mal in einer Urkunde aus den Jahren 1072 bis 1091. Damals gehörte das Dorf zum Bistum Passau. Allein daraus besteht Kierling (2015) schon seit 943 Jahren. Vorerst hat das offizielle Kierling- 1998- 700- `Jährchen´, 2014 - 900 Jahre gefeiert.

Die geschichtliche Entwicklung der Stadt begann allerdings bereits zwischen 3000 bis 1800 Jahren vor der Zeitrechnung. Demnach dürfte Kierling heute bereits mehr als 5.000 Jahre alt sein. Mehr als das doppelte Alter wird der Babenbergerstadt `Klosterneuburg´ zugeschrieben. "Nivenburg" - bestehend aus Kloster- und Korneuburg, als einstige Hauptstadt Österreichs, dürfte somit älter als Wien sein.

Erste Siedlungen

verweisen bereits auf die jüngere Steinzeit. Der Fund einer Bronzenadel aus der Urnenfelderzeit (1200 – 700 v. Chr.) lässt annehmen, dass es damals, also vor 3.200 Jahren schon einen Verkehrsweg durch das Kirlingtal gab.
 

In der Römerzeit

(seit dem Jahre 15 vor Chr.) verlief eine wichtige Straße entlang der Nordgrenze des römischen Imperiums, die hier dem Donaulauf folgte und dann durch das Kierlingtal führte. Beim Neubau des Kierlinger Pfarr-Turms 1912, fand man römische Münzen der Jahre 324–337 n. Chr.
Allein demnach ist für Kierling in der neueren Zeitrechnung ein Alter von ca.
1.700 Jahren nachweislich zu erkennen.
Also vergessen wir den Unsinn mit den `100 Jahre Kirchweihe´!

   

Links und rechts - sichtbar die `Turm-Renovierung´ ohne Naturstein - Struktur! Muss in jedem Fall dem deutlichen Naturstein-Quadern angepasst werden. Der `Gebäude-Turm´ kann und darf so wie hier sichtbar, nicht bleiben.

Kierlinger Belange, um die sich die Bewohner      9
Gedanken machen, sollte die Stadt ernst nehmen

Gefordert - seit 2009:
Wiederherstellen der Kierlinger
Kirche in historischer Bauweise.
Teilerfolg!
Jetzt fehlt nur noch die Besserung der Turm-Struktur!
Wann wird der Turm renoviert? Wann die störenden Bäume gestutzt? Über was würden sich die Kierlinger BürgerInnen freuen?

Kierling, 6.3.2009
An den hw. Herrn
Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn
Wollzeile 2,  1010  W i e n
 
Wiederherstellung des Kierlinger „Kirchen-Originals“
Sehr geehrter Herr Erzbischof Dr. Schönborn!
Ich erlaube mir, sehr geehrter Herr Kardinal, folgende Berichte und Anfragen, betreffend
der Kierlinger Kirchenrenovierung an Sie zu richten:
Zum Ereignis: Die Renovierung der Kierlinger Kirche sollte nach traditioneller Bauweise durchgeführt werden. Vorerst wurden poröse Naturstein- Quader, wie verlässlich erklärt, irrtümlich, ohne fachgerechte Grundierung, mit weißer Gebäudefarbe übermalt.

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Die Kierlinger Kirche `Peter & Paul´
wurde mehrfach bildlich dargestellt. Im 13. Jahrhundert
baute man sie als Burgkapelle aus. Die nördlich der Kirchenstruktur erkennbare Seitenkapelle zeigt die Pfarrkirche um 1233, als sie von Ritter Ulrich von Kirchlingen mit pfarrlichen Rechten ausgestattet wurde.  (Bilddarstellung) Romanische Grundmauern der Urkirche verweisen auf das frühe 10. Jahrhundert. Der Name „Chirchlingin wurde schon im Jahre 1072 genannt.
Römerfunde deuten auf ein Alter von 5000 Jahren hin.
Die Kirche wurde 1912 –1914 nach Plänen von R. Jordan, im neoromanischen Formenbau erweitert. Die Innenausstattung wurde im Jugendstil errichtet.
 
 
Stellungnahme zur Kirchenänderung eines              10
Landeskonservatorats außerhalb von NÖ:        
Die Gebäudestruktur mit Ortsteinquader, wie sie auch an der Kierlinger Kirche angewandt wurde, war ab dem Mittelalter an verschiedenen Ecken, Kanten, Fenstern und Eingängen der Kirchen, als Zier- und Stützelement angebracht. So wird eine Risse- Bildung des Mauerwerks verhindert. Auch heute wird dieser Bauweise eine positive Wirkung und stilistische Norm zugesprochen, und wird in vielen Orten Österreichs angewandt.
Und wörtlich: „Der in Kierling ange-wandte aber nicht entsprechend isolierte weiße Farbton verleiht dem Kirchenbild ein unpassendes Äußeres.
Zudem ergibt die Optik, wie sie durch die Verfärbung der porösen Stein- Elemente zum Vorschein kommen, eine unpassend und störende äußere Form. Da kann, meiner Meinung nach, jedenfalls keine fachgerechte Renovierungsweise erkannt werden.“
 
§ 21 der NÖ-Gemeindeordnung
Die Pflichten der Mitglieder der Gemeinderäte werden in § 21 der NÖ Gemeindeordnung festgelegt. Durch den Verweis auf das Gelöbnis wird die gewissenhafte Beachtung der Gesetze, die unparteiische und uneigennützige Erfüllung der Aufgaben als Mandatar und die Förderung des Wohls der Gemeinde "nach bestem Wissen und Gewissen", zu zentralen Pflichten der Mandatare. Eine bewusste Verletzung dieser Pflichten kann einerseits strafrechtlich als Amtsmissbrauch geahndet werden, andererseits kann er bei Schadenersatzforderungen gegen die Gemeinde auch zur Haftung der Mandatare führen, die ihre Pflichten verletzt haben (Organhaftung).
 
Eine Restaurierung der historischen Gebäudestruktur
schien für die Ortskirche aus Sicht der Kierlinger Pfarrgemeinde als zweckmäßige Notwendigkeit. Ein Spendenaufruf wurde nicht vorgenommen. In keiner Weise hat das Landeskonservatorat die Renovierungsinitiative ergriffen. Zudem ist festzuhalten, dass
dem Denkmalamt des Landes, rechtlich gar keine Verpflichtung zu einer Renovierungs-entscheidung auferlegt werden kann. Vielmehr scheint eine solche Vorgangsweise allein der Pfarrgemeinde zu obliegen.
 
Die Frage insbesondere dazu:
a) Welche Möglichkeit gibt es, den Kirchen-OK-Zustand zu erhalten?
b) Welche Maßnahmen sind dafür zu ergreifen?
c) Wer kann helfen, dass die Kirche ihren Original-Zustand erhält?
 
Das Denkmalamt philosophiert:         
       
Völlig unverständlich scheint neutralen Beobachtern die Aussage von Mag. Kohlert,
des Bundesdenkmalamtes Niederösterreich, an die NÖN- 9-2009, die da u.a. lautet:
Für  Restaurierziele der Pfarrkirche Kierling ist einerseits
die   historische Bausubstanz und
die   künstlerische Wirkung zu bewahren. Und andererseits ist
eine bestmögliche       Konservierung des geschwächten Bauma-terials und  nachhaltige Instandsetzung sicher zu stellen.

Unverständlicher Weise wurden keine der genannten Maßnahmen, sowie Renovierungsziele für Kierling, in die Tat umgesetzt. Es wurde vielmehr einheitlich
eine nicht denkmalgerechte weiße Farbe verwendet.
 

Der Denkmalschutz
kann rechtlich keine Verpflichtung zu Renovierungstätigkeiten verordnen. Es bleibt bei freiwilligen Aktivitäten. Diese unterliegen überwiegend dem Gebäude- Eigentümer.
Er kann vielfach selbst entscheiden, welche Besserungsmethode angewandt wird.
 
Mit dem Dank im Voraus, bitte ich um Erklärung,
1) Wann wird die Kirchenrenovierung in Kierling vorgenommen?
2) Welche Erhaltens-Pflicht hat die Gebäudestruktur der Kirche?
3) Wer hat überwiegend die Renovierungskosten zu tragen?
4) Welche Voraussetzungen sind für eine Spendenaktion gegeben? 
5) Werden tatsächlich keine Geldspenden veranlasst?
 
Mit freundlichen Grüßen
Herwig Irmler

 
Bauamt der Erzdiözese Wien, 4.5.2009                       11
Herrn Herwig Irmler,  Neugasse 45,  3400 Kierling
Betrifft: Kirche Kierling
Ihr Schreiben an Herrn Erzbischof Kardinal Schönborn
vom 6.3.2009
 
 
Sehr geehrter Herr Irmler!
Das Sekretariat von Eminenz Kardinal Schönborn hat mir Ihr Schreiben zur Stellungnahme weitergeleitet und ich erlaube mir dies zu beantworten.
Die Pfarrkirche Kierling wird durch das Stiftsbauamt Klosterneuburg betreut. Dieses hat in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt das Restaurierungsziel für die Fassadensanierung des Turmes erarbeitet und durchgeführt. Das Stiftsbauamt wurde durch die Pfarrgemeinde angehalten, die Renovierung des schadhaften Verputzes und die Restaurierung des Turmes vorzunehmen.
Das Bundesdenkmalamt wurde gemäß dem Denkmalschutzgesetz zur Beratung und Genehmigung der geplanten Restaurierung heran-gezogen. (Pkt.1) Wie ich Ihrem Schreiben zu entnehmen glaube, ist für Sie das durch die Restaurierung hervorgerufene veränderte Erscheinungsbild Anlass Ihrer Interventionen. Ich stimme mit der zitierten Stellungnahme des von Ihnen nicht genannten Landes-konservators überein, dass im Mittelalter die Ortsteinquader als „Stützelement“ angewandt wurden, da dies aus bautechnischer Sicht sinnvoll ist. (Pkt.2) Jedoch waren diese Ortsteinquader durch Schlämmen geschützt, wie dies nun bei der gegenständlichen Restaurierung wieder vorgenommen wurde. Das ungeschützte Zeigen dieser Quaderungen ist erst in den letzten Jahrzehnten en vogue geworden, von dem man jetzt durchgehend wieder Abstand nimmt, da die Witterung, der saure Regen, Schwefel und andere Schadstoffe in der Luft die freiliegenden Steine angreifen und die Oberflächen zerstört. Im Sinne einer nachhaltigen Denkmalpflege und zum Schutz der historischen Substanz werden daher auch auf Betreiben des Bundesdenkmalamtes die Steine durch Kalkschlämmen geschützt. (Pkt.3)
Wie mir vom Stiftsbauamt Klosterneuburg berichtet wurde, hat diese Schutz
schlämme durch die unterschiedliche Saugwirkung der Natursteine eine lebendige Oberfläche, die die Quaderung erkennen lässt, so dass der Charakter nicht verloren gegangen ist. (Pkt.4)
 

Das ist ausgesprochen `kühn´, mir so einen `Topfen´ auftischen zu wollen!!!
 
Ihre an seine Eminenz gerichteten
Fragen können unsererseits nur teilweise beantwortet werden, da die Pfarrkirche von der Pfarrge-meinde zu erhalten ist und auch von dort Initiativen ausgehen.  (Pkt.5)
Der Ordinarius hat die Baumaßnahmen zu genehmigen, die jedoch im Einklang mit den staatlichen Gesetzen auszuführen sind. Die Kosten werden von der Pfarrgemeinde
getragen, die im konkreten Bauvorhaben finanzielle Unterstützungen von öffentlichen Subventions-trägern (Bund und Land NÖ – leider nur zu einem geringen Anteil) dem Stift Klosterneuburg und der Erzdiözese Wien aus Kirchenbeitrags-mittel erfährt. Finanzielle Unterstützungen an die Pfarrgemeinde sind daher immer willkommen.  (Pkt.6)
Ich danke für Ihr reges Interesse an der Renovierung Ihrer Pfarrkirche und werbe für Verständnis, dass die Renovierung, die nach bestem Wissen und den heutigen
Erfahrungen erfolgt ist, sich von der Jahrzehnte zuvor durchgeführten Renovierung im Erscheinungsbild wieder unterscheidet, womit ein nachhaltiger Schutz der typischen Ortssteinquader für die kommenden Generationen gewährleistet wird. (Pkt.7) Mit freundlichen Grüßen  Arch. Dipl.-Ing. Harald Gnisen, Baudirektor Kopie ergeht an: Kardinal Schönborn, Propst Backovsky, Pfarre Kierling, Bundesdenkmal, Stiftsbau.
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Kommentar zum Bauamt der Erzdiözese (H. Irmler)          12
Pkt.1: Ich glaub schon, dass das Bundesdenkmalamt gemäß dem Denkmalschutzgesetz zur Beratung und Genehmigung der geplanten Restaurierung herangezogen wurde. Das allein garantiert aber noch keine ordnungsgemäße Ausführung der Restaurierung.
Wie uns, verständlicherweise ungenannt, aber glaubhaft bestätigt wurde, war die Restaurier-Arbeit zu keiner Zeit begutachtet worden.
Als dann die Baueindeckung abgenommen wurde, war das „böse Erwachen“ offenkundig. Sollte allerdings die Baufirma eine entsprechende Garantieleistung vereinbart haben, könnte eine Fehlerbehebung verlangt werden. Diesen genannten „Irrtum“ habe ich gleich zu Beginn meiner gegenständlichen Schriftlichkeit angegeben.
   

Pkt.2: Es ist als unerheblich zu erkennen, ob der
Antwortgeber, des Bauamts der Erzdiözese Wien, glaubt- in meiner gegenständlichen Beschwerde-schrift und an den beigefügten Foto-Dokumenten- „etwas entnehmen zu können“. Und ob ordnungsgemäß das Bundesdenkmalamt bzw. das Landeskonservatorat in diese Causa eingebunden war, kann nicht Gegenstand meiner Eingabe sein, und ist daher der Sachlage nach, als nicht relevant zu erachten. Anders hat die Erhaltung der Kirche in seiner „Originalstruktur“ eine unleugbare Bedeutung. Nicht zuletzt deshalb, weil die Anwendung der Naturstein-Quaderung eine Rissebildung des Mauerwerks verhindert. Deshalb ist es wichtig, dass die Ecksteine der Mauerkannten in Naturstein-Qualität sichtbar auszuführen sind.
   

Pkt.3: Natürlich können die Ortsteinquader einen
Verwitterungsschutz erhalten. Aber in farbloser Ausführungsstruktur. Und zum Beweis, dass für die Kirchen in Naturstein-Bauweise keinerlei Einfärbungen vorgesehen oder notwendig sind, zeigt die aktuelle Restaurierung der Klosterneuburger Stiftsbasilika. Da wurde die „verwitterte“ Steinstruktur lediglich gereinigt. Und das nur an einem Kirchturm. Die „Reinigung“ des zweiten Turms wurde, hier anderslautend, vom Denkmalamt unter-sagt. Und der Besitzer eines denkmalgeschützten Kierlinger Privat Hauses, wurde vom Finanzamt zu einer Geldbuße "verdonnert“, weil er sein Haus mit neuen Fenstern versehen musste. Wohlgemerkt nach Blan-Dar-stellung! Wie das Bild unschwer zu erkennen gibt.
Pkt.4: Wer so etwas behauptet, hat entweder von der Sachlage keine
Ahnung, was ich dem gegenständlich amtlichen Antwortgeber nicht zusprechen will, oder er hat sich die Kirche
nicht an Ort und Stelle angesehen.
Pkt.5: Also, wenn meine Vorhalte vom gegst. Amt nicht beantwortet werden können, was ich „witzig“ finde, frage ich mich auch noch- von was reden wir dann eigentlich?
Pkt.6: Das ist ja sehr interessant. Wenn ich jetzt doch wieder spenden darf, erkenne ich es einfach als zu spät. Meiner Meinung nach, wären da zuerst die Kosten zu ermitteln, und dann ein Spendenaufruf zu tätigen gewesen. Unser Ortspfarrer hat auf meine Frage- warum er keine Spendenaktion eingeleitet hat- geantwortet: „Was sollen die Gläubigen noch alles spenden? Wird nicht schon genug gesammelt? Hättest Du etwas gespendet? Das beantwortete ich mit dem Wort: „Allerdings!“ Gehe zu: Klosterneuburg1: Stadtbild Siehe  sechs, Besprechung Kirche Kierling 9.4.2008
Pkt.7: Dass die Kirchenrenovierung nach bestem Wissen und den heutigen Erfahrungen erfolgt ist, womit ein nachhaltiger Schutz der typischen Ortssteinquaderung für die kommenden Generationen gewährleistet wird, wie mir der Briefschreiber einreden will, empfinde ich als „Pflanzerei“. Das ist wirklich nur peinlich. Zu meiner vorauseilenden Genugtuung kann ich nur sagen. Da wird sich mein Nachrichtengeber sicherlich sehr wundern. Hoffentlich im positiven sinn.
 H. Irmler

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Antwortschreiben an BMUK:                      13
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
BM Dr. Claudia Schmied, Minoritenplatz 5,  1014 Wien
Gleichlautende Nachricht per 5.3.2009
Geschäftszahl: BMUKK-20.301/0003-IV/3/2009
Sachbearbeiterin: Mag. Dr. Erika Pieler Abteilung: IV/3
E-Mail: erika.pieler@bmukk.gv.at
Telefon/Fax: +43(1)/53120-812323
Herwig Irmler -
Neugasse 45, 3400 Kierling
 
Kierling, NÖ
Pfarrkirche - Peter und Paul- Renovierung
Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur nimmt Bezug auf Ihr Schreiben
vom 5. März 2009 und teilt Ihnen nach Einholung einer Stellungnahme des Bundesdenkmalamtes mit, dass die Instandsetzung der Fassaden der Kierlinger Pfarrkirche auf Initiative der Pfarre und des Bauamtes des Stiftes Klosterneuburg im Jahr 2007 mit der Sanierung des sehr beschädigten Kirchturmes begann. (1)Die Turmfassade der Pfarrkirche Kierling besteht aus einer erneuerten Putzfassade mit Eckquadern aus Stein, steinernen Fenstergewändern, Steinsäulchen in den Biforienfenstern und Traufgesims. Die Natursteinteile wurden wegen ihres morbiden Erhaltungszustandes und wegen der großen Menge an Inkrustierungen in Kalktechnik grundiert und nicht mit „weißer Gebäudefarbe übermalt“. Die Arbeiten an den Steinteilen wurden durch restauratorische Voruntersuchungen vorbereitet und von einem Steinrestaurator ausgeführt. (2)
 
Der „traditionelle Zustand der Kirche“ hat sich in den letzten hundert Jahren
aufgrund der Verwitterung, die nach dem 2. Weltkrieg erforderlich gewordene Neuverputzung mit Edelputz, „Festigung“ der Steine durch überstreichen mit zementhaltigen Anstrich. Jahrzehntelanger Verschmutzung und Krustenbildung. Nach Restaurierungskampagnen freier Zustände, sind Veränderungen sichtbar. Die Bausubstanz, besonders die Steinteile, sind durch vorangegangene Maßnahmen und durch Verwitterung an Ihrer Oberfläche reduziert. Es ist Stand der Technik in der Restaurierung, derartige Zustände durch das Aufbringen von Steinschlämmen vor vorschneller weiterer Verwitterung zu schützen.  (3)
Die Pfarrkirche Kierling wird nach den geltenden Richtlinien der Denkmalpflege saniert.
Die Kirche zeigt heute mehrere Bauphasen (mittelalterlichen Baues) um 1400 mit Fragmenten einer barocken Oberflächengestaltung, romanische Kapelle des 12. JHd. und Bauteile von 1912-1914 in neoromanischen Stil), und diese gewachsene Baustruktur ist von großer Bedeutung. Als Restaurierziel wurde festgelegt, die Neuverputzung entsprechend dem Ergebnis der Voruntersuchung durchzuführen, die historische Steinsubstanz bestmöglich zu konservieren und vor vorschneller neuerlicher Verwitterung zu schützen, dabei die künstlerische Wirkung des Denkmals zu bewahren und eine nachhaltige Instandsetzung sicher zu stellen. (4)
Die Kosten für die Erhaltung und Instandsetzungsarbeiten an Denkmalen trägt
grundsätzlich der Gebäudeeigentümer. Für Restaurierungsarbeiten besteht allerdings die Möglichkeit, Unterstützungen der öffentlichen Hand in Form von Subventionen zu erhalten. (5)  Wien, 7. Mai 2009-05-30 Für die Bundesministerin: Dr. Elsa Brunner
 
Leserbriefe                               31.5.2009
  Tolle Leistung! 
Ich gratuliere Herrn Irmler und seinem Klosterneuburg1 - Team, für die großartige, informative und als sehr spannend zu empfindende "Kirchen- Storrie". Auch in dieser Darstellung kann der Leser erkennen, dass um die Kierlinger Kirchenrenovierung nicht alles mit "rechten Dingen" zugegangen ist. Zufällig ist auch mir bekannt, dass die Apsis der Kirche ein bedeutendes Kulturgut darstellt, das gewissenhaft erhalten werden muss. Als wichtig empfinde ich jetzt die Bemühungen des Kulturamts, die historisch bedeutenden Teile der Stadt, peinlich genau zu restaurieren und im Originalzustand zu erhalten. Nur so können sich unsere Kinder auch in Zukunft historischen Kulturgütern erfreuen. Wenn ich an dieser Stelle eine Bitte aussprechen darf, gestatte ich mir den Aufruf, die zuständige Behörde möge der historisch bedeutenden Steinstruktur, am Turm der Kirche, wieder ihr historisches Ansehen geben.  -Klaus K.-

 

Reaktion - Kurz und bündig:           14
Was nicht schon im Vorkommentar dargestellt, zu diesem Bericht eine Stellungnahme in Kürze. Im Wesentlichen gelten hier ebenfalls die schon in der Meinungsbeurteilung des dargestellten erzbischöflichen Erkenntnis-berichts. Das BM für Unterricht gab ihre Begründungen der Restaurierungsziele und Notwendigkeiten zu Protokoll.

(1): Es begann zwar die Restaurierung mit dem Kirchturm; dieser war aber im Verhältnis zu anderen Bauteilen am wenigsten beschädigt. Dass die Pfarre und das Bauamt des Stiftes als Renovierungs-Initiatoren gelten, ist sehr interessant.

   

(2): Ein morbider Erhaltungszustand war in keiner Weise zu erkennen. Wenn auch Kalktechnik angewandt wurde, weiß bleibt dennoch weiß. Die Steinteile wurden weder untersucht, noch von einem Steinrestaurator ausgeführt. Siehe Vorbericht.

(3): Es wurden keine Steinschlämmen auf die Natursteine aufgebracht. Sonst hätte man diese ja unschwer in einer Naturfarbe des Sandsteins bearbeiten können.

(4): Die Steinsubstanz wurde nicht best-möglich konserviert und vor erneuter Verwitterung geschützt. Das wurde schon nach wenigen Wochen erkannt. Von einer nachhaltigen Instandsetzung kann keine Rede sein.
(5): Finanzielle Unterstützungen lehnte ja der Ortspfarrer ab! Wenn sich auch scheinbar ein unlösbares Problem auftut.
Eine Vernunft-lösung muss her
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Die KLEINE
Klosterneuburger Zeitung / Lokales - 27. Sept. 1984 - Seite 12-13
Jahrhundertfest in Kierling:
750 Jahre Kierlinger Pfarre             
Bericht und Fotos:
Herwig Irmler

Höhepunkt der feierlichen Festwoche anlässlich der 750-Jahr-Feier der Kierlinger Pfarre war zweifellos die Weihe der neuen Glocke, die vergangenen Sonntag durch Generalabt Gebhard Koberger vom Korherrenstift Klosterneuburg, im Namen des hl. Leopold gesegnet wurde.
Als Ergänzung des bestehenden Kierlinger Geläutes war es der Wunsch von Pfarrer Benno Anderlitschka, diese, seit dem zweiten Weltkrieg fehlende Glocke der Kierlinger Pfarrgemeinde, zu ersetzen. In einer beispielhaften Initiative des hiefür gegründeten Glockenkomitees ist es unter der Opferbereitschaft der Kierlinger Bevölkerung gelungen, in kürzester Zeit die nötigen Geldmittel aufzubringen, um in der einzigen österreichischen Glockengießerei Graßmayr in Innsbruck die `Botin des Friedens´ herstellen zu lassen.
Schon Samstag wurde die mit Blumen geschmückte Glocke von der Freiwilligen Feuerwehr und einer großen Zahl von Kierlingern in einem Festzug, angeführt von der Klosterneuburger Stadtkapelle, zur Kirche geführt. Durch die schlechten äußeren Bedingungen, es regnete den ganzen Tag, mussten die Feierstunden in der Kirche abgehalten werden. Hier gaben in einem abwechslungsreichen Programm, Kierlinger Vereinigungen ihre Darbietungen zum Besten:
Die Kierlinger Sängerrunde,
   die Volksschule Kierling,
      die Kierlinger Musikschule und
        die Pfarrjugend
- ernteten auch entsprechenden Applaus. Hofrat Dr. Robert Mayer brachte die Geschichte der Pfarre von der Gründung bis zur Gegenwart. Bürgermeister ÖKR Karl Resperger eröffnete während des Jubiläums-Programms die Klosterneuburger Festwochen.
Am Sonntag war dann fast ganz Kierling auf den Beinen, um, vor dem `Aufstieg´ in den Turm, ihre Glocke während des Hochamtes zu bewundern. Unter großer Teilnahme höchster Stadtpolitiker wurden hier auch durch das Sprechen der Fürbitten von Stadtrat Friedrich, GR Schützenhofer, GR Gschirrmeister, Herrn Pötsch, Herrn Koll, Frau Dir. Blazek und Herrn Lang, Kierlinger Gemeinschaft dokumentiert.
Das anschließende Festessen im Pfarrhof zu Ehren von Generalabt Koberger und dem Glockenkomitee, wurde von Rev. Inspektor Franz Gillinger gekocht und zubereitet. Inspektor Gillinger, der in den Jahren 1966-1975 als internationaler Küchenchef im In- und Ausland tätig war, hat uns die Speisenfolge für diesen Feiertag, der in die Geschichte Kierlings eingehen wird, verraten.
Vorspeise: Shrimps- Cocktail. Hauptspeise: Gefüllter Jungschwein-Rücken mit Apfelblaukraut oder Speckkrautsalat. Dazu Kartoffelspinatroulade mit Waldmeistersauce, Prinzessbohnen und Kohlsprossen. Dessert: Milchrahmstrudel mit Rosévanillesauce.
Tanz und Unterhaltung während dieses Wochenendes, zeigte auch äußerlich die Verbundenheit aller Ortsbewohner. Als dann am Sonntag-Abend die Glocke zum ersten Mal ihre kräftige Stimme über das Kierlingtal erhob, dachten sicher viele an die Worte von Generalabt Koberger: `Gott ruft uns - durch die Glocke´...








 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Glocke in Großaufnahme - rechts FF-Kommandant Fabian


















 

Viel Publikumsbeifall ernteten die Kinder der Volksschule -

















Die Kierlinger Musikschule mit ihren Gesangs- und Tanzeinlagen


Hofrat Dr. Robert Mayer bringt die Entstehungsgeschichte der Kierlinger Pfarre in lebendigen Worten. Für die zahlreichen Festgäste und die Kierlinger Bevölkerung wird längst Vergangenes wieder lebendig.
















Festliche Stimmung verbreitet die Kierlinger Sängerrunde mit ihrer stimmlich eindrucksvollen Darbietung.

 








 





Gelungene Abwechslung im Ablauf der Feierstunden war der Auftritt der Pfarrjugend, die den geschichtlichen Hintergrund in Wort und Gestik veranschaulichte.
 

             Stadtbild   12