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  15.12.2014, 10:32 Uhr

 KLOSTERNEUBURG und
 das Stockholm Syndrom

Neuburger Doppelwappen um 1300. Links Neuburg-Markthalben und rechts Neuburg-Klosterhalben.
Die Donaumetropole mit jeweils 3 Reichtürmen.

Stockholm Syndrom bezeichnet ein typisches Verhalten einer Geisel nach deren Befreiung. Wien Umgebung ist ein Prototyp eines ganzen Bezirkes dafür.
 
Identifikation mit dem Angreifer
So nennt Anna Freud diese Verhaltensweise. Die Geisel identifiziert sich mit dem Angreifer, übernimmt seine Einstellungen und Strategien und schützt ihn schließlich. So trägt der Bezirk WIEN UMGEBUNG sogar den Namen der Stadt Wien in der Bezeichnung. Er steigert die Präsenz des Namens Wien bei seinen Bürgern und darüber hinaus. Er macht Werbung für die Stadt und steigert das Image auf Kosten von Niederösterreich. So trägt das Land NÖ die teuersten Verwaltungs-kosten während die Nachbarbezirke jeweils die günstigsten Verwaltungskosten aufweisen.
 

Wiener Wirtschaftsstrategie

Als separatistische Enklaven weist der Bezirk auch nicht die in der Theorie der zentralen Orte postulierte homogene Wirtschaftsregion auf, sondern zersplittert und schwächt ehemals gewachsene Regionen und Bezirke.
Das führt dazu, dass der Bezirk Wien Umgebung wirtschaftlich gesehen zur Vorstadt von Wien geworden ist, und die Gemeinden auch finanziell mit den niedrigsten Steuereinnahmen die höchsten Ansprüche der Bürger befriedigen sollen.

 

Vormachtstellung verteidigen

Wien Umgebung verteidigt seit 60 Jahren die vielfache Monopolstellung der Stadt Wien im Norden der Stadt. Zwischen Tulln und Hainburg gibt es 12 Donauübergänge ausschließlich in der Stadt Wien. Daran knüpft sich auch das Handelsmonopol von Wien, das Arbeitsplatzmonopol für die Bewohner von WU und das Weinviertel. Und schließlich auch großteils ein Absatzmonopol für deren Leistungen.
 

Teilen und Herrschen
Der Bezirk Wien Umgebung führt auch geschickt die Strategie der Habsburger gegenüber der Region Neuburg weiter. Damit wird letztlich verhindert, dass die Region wieder zur stärksten Wirtschaftsregion Österreichs aufsteigt, die sie vor 700 Jahren schon einmal war.
 

Neuburg als neuer Wachstumspol Österreichs

Schließlich war und ist die Region Neuburg die Innovations-Hochburg Österreichs. In keiner anderen Stadt oder Region arbeiten so viele Menschen in den größten Wachstumssektoren. Nirgends in Österreich ist bisher der Anteil der Verwertung der eigenen Stärken und Assets so gering wie in der Region Neuburg.

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NÖN-Klosterneuburg   Nr.  41/ 7.10.2015 - 1802 
Jetzt: Das andere Klosterneuburg
!?     

Was bringt die WU- Auflösung?
Anfrage an Landeshauptmann- Auch die Klosterneuburger Grünen wollen wissen, was im Evaluierungsbericht steht.
Von Christoph Hornstein
Klosterneuburg /
Bei den großen Reformen stellen sich in der Regel die zwei gleichen Fragen: Was bringt´s und was kostet sie.
Als den `größten Reformschritt seit den 70er-Jahren´ bezeichnete
Landeshauptmann Erwin Pröll vor drei Wochen die Auflösung des `zerfledderten´ Bezirks Wien Umgebung.
Und er nannte auch eine Zahl: Zwei Millionen Euro Ersparnis soll das ganze jährlich bringen. Die Grünen sind da skeptisch. `So lange im Sinne der Transparenz dieser Aussage keine Fakten zugrunde liegen, glauben wir das nicht´, so der Fraktionsobmann der Klosterneuburger Grünen, Stadtrat Sepp Wimmer. Und wirklich: Studien über die Kosten und Ersparnis einer Bezirksauflösung haben bis jetzt nicht viele zu Gesicht bekommen. Auch der Klosterneuburger VP-Landtags-abgeordnete Willibald Eigner nicht: `Es ist einiges besprochen worden, aber Studie hab ich keine gesehen´.

Anfrage an den Landeshauptmann






 

Die Grünen im Landtag gehen jetzt in die Offensive, denn sie bezweifeln, dass es
überhaupt einen Evaluierungsbericht gibt.
In einer parlamentarischen Anfrage an
Landeshauptmann Pröll wurden acht
Fragen gestellt, die der Landeshauptmann innerhalb sechs Wochen beantworten muss.

Dazu: Peter Kirchweger, Pressesprecher von LHpm. Pröll: `Natürlich gibt es Grundlagen für diese Entscheidung. Pröll wird die Anfrage der Grünen fristgerecht beantworten´.

Die acht Fragen:
Parlamentarische Anfrage der Grünen an LHptm. Pröll:
1.
Wie errechnet sich die Einsparung der Auflösung des Bezirks Wien-Umgb
2.
Aufgrund welcher Faktoren erfolgt die Zuordnung der Gemeinde zum Bezk
3. Werden die Bediensteten der Bezirkshauptmannschaft Wien Umgebung
   
entlassen oder einer anderen Diensteinheit zugeteilt - und wie ergibt sich
     wann eine Einsparung bei den Personalkosten?
4. Wie bewertet die durchgeführte Evaluierung die politische Zuordnung der
    Gemeinden kurz vor der Beschlussfassung im Landtag, bzw. welche
    Punkte der Evaluierung wurden damit abgeändert.
5. Was wird derzeit noch in der Verwaltung evaluiert?
6. Auf welche Daten und Fakten stützt sich der Antragstext der Abgeordneten
7. Ist an weitere Umstrukturierung bei Verwaltungseinheiten gedacht?
8. Welche Funktion haben die derzeitigen Liegenschaft der Bezirkshaupt-
    mannschaft Wien Umgebung inkl. Außenstellen mit 2017 bzw. wird auch 
    an Veräußerungen gedacht? 

Beantwortung innerhalb von sechs Wochen.
Die Anfrage stellte die Grüne Klubobfrau Helga Krismer: `In der Öffentlichkeit ist der Eindruck entstanden, als gäbe es tatsächlich einen Evaluierungsbericht, auch wenn wir das stark bezweifeln.
Da seitens der Landesregierung aber auch erwähnt wurde, das zwei Millionen Euro eingespart werden, wird diese Aussage eine Grundlage haben müssen´. Sollten die Zuteilungen der Gemeinden generell aus politischen Überlegungen heraus erfolgt sein, dann würde das die Öffentlichkeit sicher gerne erfahren. `Vor allem die kurzfristige Abänderung von Gerasdorf oder den Gemeinden des Gerichtsbezirks Schwechat sind allerdings indes dafür, dass es sich um eine rein politische Entscheidung gehandelt hat´, so Krismer.

Klosterneuburger Grünen-Chef Wimmer verwundert die Vorgangsweise von Pröll: `Da wird auf der einen Seite fast in jedem Satz die Nähe zur Bevölkerung betont und wie sehr man das Ohr bei der Bevölkerung hat, und dann zerteilt man quasi überfallsartig in wenigen Stunden einen ganzen Bezirk. Und das alles geheim gehalten vor der Bevölkerung.´ Wimmer hofft, die Anfrage der Grünen kann im Interesse der Bevölkerung etwas Licht in diese `Geheim-Aktion´ bringen.
 
Stadtchef: `Künftige Organisation wichtiger.´
`Die Landtagssitzung hatte 17 Tagesordnungs-punkte. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass der wichtige Punkt nicht fundiert geprüft wurde´, so Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.
Und weiter: ´Ich halte die Debatte im Nachhinein für uninteressant. Wichtig ist die künftige Organisation.´
Prölls Pressesprecher Peter Kirchweger weist alle Verdächti-gungen von sich: `Natürlich gibt es Grundlagen für diese Entscheidung. Landeshauptmann Pröll wird die Anfrage der Grünen fristgerecht beantworten.

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