Neuigkeiten  I  Probleme  I  Stadtbild  I  Tatsachen  I  Politik  I  Erfolge  I  lion@aon.at
    Probleme  11      Klosterneuburg, 5.4.09          Disclaimer Impres

* Verkehrsfreigabe der Umfahrung
*
NÖ Bauordnung nicht eingehalten
*
"Armes Kloburg"  (wichtig! und aktuell)
*
Presse Meldung
*
Reaktionen
* Neuer, alter Tunnel Gegner

* Der Projektbeginn
*
Entlastungsstraße eröffnet!!!
*
Jetzt eröffnen sich wichtige Fragen
*
Schuh: 90% sind für das Tunnelprojekt  vor 20 Jahren
*
Das Umfahrungsprojekt. Wie geht es weiter?
* Reaktionen 2
 
Verkehrsfreigabe der Umfahrung - Jede Menge Pannen!
Alle Klosterneuburger
haben sich- zwar mit  unterschiedlichen Gefühlen gefreut, als Zeit und Meldung kam:
Der erste Teilbereich der Umfahrung ist fertig. "Jetzt wird doch wenigstens die Route über
Kierling eine Stau-Erleichterung erfahren. Ein Hoffnungsschimmer, bei dem es "schaumgebremst" vorerst bleiben wird. Eine Fortsetz-ung der Trassenbildung ist zwar
im Gespräch, ein Ende des "Liedes" scheint aber noch in einiger Ferne zu liegen.
So kann vorerst nur der "Start"
erkannt und symbolisiert werden. Wie schon in der Bauphase erkennbar war, haben sich
bei der freundlichen Eröffnung, bereits einige gravierende Mängel "eingeschlichen"
Optisch war es ja toll, als am Mittwoch, dem 17. Dezember 2008, ab 15 Uhr, die zivilen-
und christlichen Größen, aus Politik und Kirche, sich in die Finsternis der Unterführung des Weidlingbaches begaben, um mit einer ca. 250 Personen zählenden Besucherschar, unter Musikbegleitung, g´schmackiger Wurst- und süffiger Bier-Jause, der Segen der "Kirchen-
Fürsten", aber auch die festlichen Ansprachen von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und
Orts-Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh, zum Besten gegeben wurden.
Dem Verkehr freigegeben wurde die "Teil- Umfahrung" am 19. Dezember 2008.
Dass die anwesenden Bürger
und "Promis", nicht gleichermaßen glücklich und zufrieden waren, liegt weniger an der
Optik, als an der ausgesprochenen Ehrenbezeugung von ÖVP Landesrätin Johanna Mikl-Leitner, der zu Ehren, dieser Festplatz in der dunklen Unterführung- in "Johanna-Tunnel" benannt und gesegnet wurde. Nicht zur Freude vieler g´standener Promis der Stadt.
Und auch so manch heimische Polit-Größe konnte sich mit dieser Ehrenbezeugung nicht anfreunden. "Auch für Benennungen und öffentlichen Ehrenbezeugungen muss es doch
eine gesetzliche Vorschrift geben! Oder?"
Noch kurz zur Festansprache
von Lptm. Pröll, dessen große Worte, so tief unter der Erde, entsprechend zu werten sind:
*  16.000 - 17.000 Fahrzeuge werden pro Tag weniger durch das Stadtzentrum rollen!
*  Erleichterungen und mehr Sicherheit an der Durchfahrtsroute.
Stadt steht günstiger in Konkurrenzfähigkeit mit der Bundeshauptstadt Wien.
*  Die 99 Mio. Euro an Steuergeld wird durch die Umfahrung gut genutzt.
10 ha Graßbewuchs wird entlang der Trasse neu gepflanzt.
Freundlicherweise sagte LH Pröll für diese gut gemeinten Vorsätze - "Herzlichen Dank!"
Interessanter Weise sprechen Fachleute von einer
110 Mio. Euro Investition!!!
Klosterneuburg1 wird sich bemühen, die tatsächliche Kostenhöhe zu ermitteln!
Das ist deshalb interessant, weil dadurch auf die Frage - "warum die sündteueren Planvor-lagen zur Tunnelführung jetzt verworfen werden!" - eine klare Antwort zu erwarten ist.
Die Erkenntnisse, ob man tatsächlich mit ungeteilter Freude bedacht- oder mit großem
Ärger Überrascht wird, ist teilweise jetzt schon gegeben- und könnten sich in Zukunft noch wesentlich ins Negative verlagern. Die bisherigen Erkenntnisse sind jedenfalls sehr Besorgniserregend.
 

 

 

 

 

 

 

 



Das Ampel - Rotlicht bedeutet auch an der Klbg. Umfahrung unleugbar das Anhaltemanöver "Stop".

Die Umfahrung Klosterneuburgs
wurde bereits mehrmals gesperrt. Besonders unangenehm ist diese Durchfahrts- Behinderung
bei Dunkelheit. Dazu beachten viele Autofahrer
das "Stopp" Verkehrszeichen nicht. Das ist sehr gefährlich.  Nicht zuletzt deshalb, weil das Problem durch die Wasser führende Unterführung dann ausgelöst wird, wenn die Grundwasserpumpen
durch Überlastung oder Defekte nicht funktionieren. Und das wird durch eine Funktionsweise verursacht, die, laut Fach-Experten so nie hätte ausgeführt werden dürfen. "Im Trinkwasser- Einzugsgebiet darf ein Straßenzug nicht unter Grundwasser Niveau errichtet werden."
Warum diese Vorschriften nicht erkannt wurden, muss einer gewissenhaften Untersuchung unterzogen werden.
 

Wie wäre es mit einem Kreisverkehr an der Rollfährestraße gewesen? Statt dem un-nötigen Durchtauch- Manöver?
 
NÖ Bauordnung     
Vorwort:
Diese Gesetzeslage zeigt- auch wenn die Darstellung schon einige Jahre seine Aktualität verloren hat- dass der Schutz des Orts- und Landschaftsbildes zu keinem Zeitpunkt wegzu-leugnen war und ist. Auch nicht von der  "Jetztzeit". Und wenn man heute die Bestimmungen ernst nehmen will, hat man auch eine Verantwortung zu tragen- unser Natur- und Kulturgut verlässlich zu schützen. Eine derartige Unterführung darf in so einer geographischen Lage, wie sie Klbg. hat, weder an dieser, noch an einer anderen Stelle
angefertigt werden. Wenn man die Fotos dieser Seite ansieht, ist nur ein Foto trocken. Fazit: Unter der Erde  haben Straßen nichts verloren.
Und wenn man dazu sagt- "dann kann man
eben einmal nicht fahren"
- ist das einfach nur peinlich. Und am  Abend, dem 21.1.2009 stand wirklich alles still.
Es hat nämlich zum wiederholten mal die Pumpanlage versagt. Zu erkennen ist, dass
bestes Trinkwasser durch diesen Projektabschnitt permanent verloren geht- und möglicher-weise leidet die im System verbleibende Trinkwasserqualität auch unter solchen Pannen.
Hoffentlich gereicht uns dadurch das Gesamtprojekt nicht einmal zur Schande!
 
So sieht es im schwarzen "J.T." aus. Traurig!
Es scheint so, als müssten sich die Ehrengäste   schon bei der Eröffnungsfeier abwenden. War das bereits ein schlechtes Omen?
Es scheint jedenfalls so zu sein. Da kann man nur sagen: Armes Kloburg... Das Johanna-Tunnel wurde vom Eröffnungsglück verlassen. Wasser aus dem Weidlingbach hat einen nicht gewollten Weg durch
das Beton Dach gefunden.
 
Ein erneut
schlechtes
Beispiel einer angeblich gewissenhaften Bautätigkeit.
 
 Weiterfürende Berichte dazu:
                                                     

1. Bürgermeinung zur Umfahrung

2. Martinstunnel wird umweltgeprüft

3. Schwere Unwetter treffen Stadt

4. Keine Umfahrung d. Schutzzone

"Armes Kloburg!"        
Am 29.3.2009 ereignete sich die zweite böse Panne im Klbg Umfahrungs Drama, an der Unterführung "Rollfährenstraße". Ein erhöhter Wasserstand im "Durchstich" wird immer
mehr zum Umfahrungs-Problem. Und weil man bei Überflutung der Umfahrungs-
Unterführung nicht mit dem Auto fahren kann, wird die Trasse hier und an der Untertunnelung des Weidlingbaches immer mehr zum Problem, das keine Lösung erkennen lässt. Das scheinbar nur einem politischen "Promi-" Freundschaftsdienst und dem Wunsch der Tullner Durchfahrer entstammende, "Eintauchen" ins Kloburger Trinkwasser- Einzugsgebiet, zeigt
an dieser Umfahrungspanne eine aktuell traurige, kostspielige und zugleich peinliche Bilanz. Keine Verkehrsplanungen am grünen Tisch und beim "Freundschafts-Heurigen", sondern einzig Konstruktionen nach Logik, Vernunft und technischen Kenntnissen
von Fachleuten, können erfolgreiche Maßnahme in dieser Stadt umsetzen und "Planungs-fehler", vermeiden. Der gänzliche Verzicht auf die Unterführung wäre so eine erforderliche Aufgabe gewesen. Dies wurde und wollte aber nicht erkannt werden. Zudem wäre eine Trassenführung nach Logik, Vernunft und technischen Voraussetzungen, um "zig" Tausend Euro günstiger gewesen.
 
Fazit: (Resümee- {Schlussfolgerung}) Was nicht vernünftigerweise zeitgerecht umzusetzen ist, muss man einmal nachträglich mit unverantwortlich bedeutendem Aufwand ändern!
Mit dieser Notwendigkeit wird Klosterneuburg bald konfrontiert sein. Armes Kloburg!
Das Bezirks Journal schreibt:
Umfahrungsstraße wurde zum Fluss
Klosterneuburg.- Die neue Umfahrungsstraße wurde bei starken Regenfällen in der letzten Märzwoche
so stark überschwemmt, dass Autos aus Richtung Wien einzeln von Polizeibeamten durch die Wassermassen "geschleust"
werden mussten.
Es war bereits die mehrfache Überschwemmung innerhalb weniger Wochen. Ursache dafür dürfte ein Versagen der automatischen Pumpensteuerung sein, die das Wasser von der Fahrbahn bei starkem Regen abpumpen soll.
 
Die Presse-Meldung lässt eine andere Sprache erkennen.   
Und zwar diese: Nein, da ist keine automatische Pumpensteuerung am Werk, sondern eine permanente. Und das sind "zwei Paar Schuh?".
Weil nämlich permanent wertvolles Trinkwasser aus dem Trinkwasser- Einzugsgebiet zufließt, muss es auch ständig abgepumpt werden.
Ein teueres Unterfangen.
Dies hat aber noch folgenden nachhaltig negativen Effekt.
1.  Die  Pumpe läuft permanent, weil der Zufluss von einer ständig fließen- 
     den Trinkwasser- Quelle stammt, die sich "unter Tag" ansammelt.
2.  Erhöht sich durch Hochwasser der unterirdische Strömungsdruck, kann
     die permanent arbeitende Pumpen-Anlage das Wasser nicht effektiv     
     genug ableiten.
 
Änderung in Sicht?! -
oder auch nicht...
1)
a) Die im Trinkwasserbereich errichtete Zentrums Unterführung Rollfährestraße 
     soll, nach nicht benannten Fachexperten, wieder zugeschüttet werden.
     b) Dann soll die B14 an diesem Kreuzungspunkt über einen Kreisverkehr in 
     Fahrbahn-Niveau
genutzt werden. Die Fahrt nach und von Wien - würde für
     die Durchfahrer dann kaum 1 Minute mehr in Anspruch nehmen. Na und?
     c) Die Trasse hätte so auch bei Hochwasser eine trockene Fahrmöglichkeit.
     Wie auch die an der Straße begleitend angelegte ÖBB.
2) Mit der
"verpatzten Johanna-Unterführung" unter dem Weidlingbach, muss 
     Kloburg weiter leben. Da führt kein Weg vorbei.
3) Und wenn wir schon bei der notwendigen Revision sind, muss auch überlegt  
     werden, wo an der "Umfahrung"
mehrfach Fluchtmöglichkeiten eingerichtet 
     werden. Darauf kann keineswegs verzichtet werden.

Achtung Unfall! Wie läuft die Rettung ab?
Hier ist Fluchtmöglichkeit dringend nötig, behördlich vorgeschrieben, aber nicht in Sicht.
Die grobe Missachtung der Verkehrsvorschriften bringt Gefahren  zu Tage. Typisch Kloburg!

 
Zuletzt darf nicht vergessen werden,
dass der ursächliche Grund für diese "Umfahrungsgeburt in Weinlaune" insbesondere
zur
Entlastung des Klosterneuburger Stadtzentrums errichtet wurde.

 
Nicht aber sollte sie für die Tullner Fahrtroute  oder für die "Promi-Beschäftigten" 
der in Ma. Gugging angesiedelten UNI, eine Fahr- Erleichterung bringen.
 
Sehr lange hat es nicht gedauert- bis die Klosterneuburger Umfahrung,
von einer gefährlich anmutenden "Sperr-Zone", doch noch einige Fluchtmöglichkeiten und "Rettungsanker erhielt.
Erfreulich, dass "Klosterneuburg1" diese Notwendigkeit angeregt hat, und alsbald der Routen-Vorschlag  erfüllt werden konnte. Diese erfreuliche Tatsache soll auch in Zukunft erhalten bleiben. So können gefährliche Zustände vermieden werden. Die Bild-
Darstellungen machen dies deutlich. Und – es ist erneut erkennbar, wie wichtig die vorgebrachte Routenplanung im Stadtzentrum war. Eine konzeptlose Überlegung wäre gefährlich und unverantwortlich. Mit dem Hinweis "Achtung Straßenverkehr" werden jetzt mögliche Gefahren deutlich gemacht.
 

Reaktionen:        
 

Wie sieht es im Inneren unserer Stadt aus? - 21.04.2009  8:10
Unmittelbar neben der neuen Umfahrungsstraße befindet sich zwischen Rollfährestraße und Durchstich, an
der neuen Umfahrung,
eine Siedlung.
Die Häuser wurden auf einem
ehemaligen Bomben-Trichter des
2. Weltkriegs gebaut. Die riesige Explosions- Höhle, die im Eigentum des Chorherrenstifts liegt, wurde nicht mit
Erdmaterial zugeschüttet, sondern diente als gigantische Müllentsorgungsdeponie. Dort wurde alles entsorgt - was "Gott verboten hat."
Ich habe gehört, dass dort menschliche Leichen vergraben, ja sogar radioaktive Altlasten des städtischen Krankenhauses, sowie Umweltschädigende Gifte vergraben wurden.
Dieses Foto, das ich Klosterneuburg1 zur Verfügung stelle, zeigt einige Exponate, die  in einem Wohnhaus, nur 50 cm unter der zugeschütteten aber bewilligten Deponie entdeckt wurde. Der rechte, dunkelblau gefärbte Glasbehälter war mit Tinte gefüllt und verschlossen.

Ich bin in Klosterneuburg geboren und wohne seit ich auf der Welt bin in der
Hölzlgasse, damals, als die Hölzlgasse noch keine Einbahn war, war so wenig Verkehr,
dass wir auf der Straße spielen konnten. Jetzt ist die Hölzlgasse, die Albrechtsstraße und leider auch der Stadtplatz zur Durchzugsstraße für den Schwerverkehr geworden, die Luft ist verpestet, wenn man mit Kindern unterwegs ist, muss man Angst um ihre Gesundheit und vor allem um ihr Leben haben....von Lebensqualität ist hier keine Rede mehr und obwohl ich nie aus Klosterneuburg wegziehen wollte, denke ich immer öfter daran, denn der Stadtkern von Klosterneuburg ist nur mehr für den Autoverkehr da. Die Umfahrungsstraße hätte schon vor
20 Jahren gebaut werden müssen, der Durchgangsverkehr gehört aus der Stadt raus, erst dann hat Klosterneuburg wieder mehr Lebensqualität zu bieten!!! Die Hauptstraße gehört neben die Bahn und nicht durch das Stadtzentrum hindurch! Die Gegner der Umfahrungs-straße sind selbst meistens nicht betroffen, wenn sie diese im Grünen, weit weg vom ganzen Verkehrswahnsinn wohnen! Die Gegner selbst verursachen den Verkehr, denn auch sie fahren mit dem Auto durchs Stadtzentrum, weil es ja leider keine andere Möglichkeit gibt!
Ich denke es gibt für Kloburg keine andere Möglichkeit als die Umfahrungsstraße.
Sie hätte schon längst gebaut werden müssen!!!!

-Eine Anrainerin-

Brief an den Landeshauptmann:
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, da die Bevölkerung immer mehr zur Ansicht kommt, dass vor Realisierung des Umfahrungsprojektes eine Volksbefragung durchgeführt werden sollte, stelle ich die Frage, ob das Land so eine demokratische Entscheidung ins Auge fasst, oder dies auch vom Klosterneuburger Gemeinderat beschlossen und von der Gemeinde
durchgeführt werden kann? - Vernünftiger Weise ist dabei nicht die Zufahrt zum Industriezentrum mit zu entscheiden. Dieses Projekt ist ja jetzt auch getrennt von der Umfahrung zu beurteilen.
Antwort:
Sehr geehrter Herr Irmler, zu Ihrem Mail vom 2.d.M. betreffend "Volksbefragung" in der Stadtgemeinde Klosterneuburg zum Umfahrungsprojekt darf ich Ihnen mitteilen, dass für
eine Entscheidung darüber ausschließlich die Stadtgemeinde Klosterneuburg zuständig ist. Für die Neujahrswünsche darf ich namens von Herrn Landeshauptmann Dr. Pröll bestens danken und die Wünsche herzlich erwidern.
Mit besten Grüßen
Gerhard Noe

LH Dr.Pröll

Selbstverständlich
soll einem Projekt in der Größenordnung, wie es die Umfahrungsstraße wird, eine Volksbefragung voraus gehen. Wenn es denn schon so ist, dass das Volk nicht schon aus rechtlichen Gründen gefragt werden muss, so sollte unsere Gemeinde trotzdem die moralische Größe haben, alle Bewohner umfassend aufzuklären. Und dazu VORHER auch korrekte Daten von unabhängiger Seite erheben lassen. Alles andere ist einer Demokratie unwürdig. - Passt allerdings zu den einsamen Entscheidungen, welche die Personen in Österreich treffen, die glauben, mit dem Auftrag zu einer Regierungsbildung, gleichzeitig
den Auftrag zur hemmungslosen Durchsetzung eigener Interessen erhalten zu haben.

Frau Reni Marik reni.marik@gmx.at


Neuer, alter Tunnel-Gegner           
Verkehrsguru Knoflacher: "Widerstand leisten"
Bezirksblatt Nr. 41, 7. Oktober 2009  (zip)
 
Klosterneuburg; Der Verkehrsplaner Hermann Knoflacher pocht auf seine Tunnelgegnerschaft und bringt alte Argumente erneut auf den Tisch: Die Zahlen als Entscheidungsvorlagen zum Bau des Martinstunnels.
Für Knoflacher sind die vorgelegten Zahlen als Entscheidung für die Umfahrung und als Fortsetzung für den Tunnel falsch: Der damalige Chefplaner habe nicht berücksichtigt, dass die Bevölkerung im Tullnerfeld von 17.238 im Jahr 1998 auf 27.420 Personen im Jahr 2009 gewachsen ist. Diese Entwicklung war bei der Entscheidung für den Tunnel nicht eingeplant.
Elastische Systeme...
Laut Knoflacher wird der Verkehrsstrom durch den Tunnel angezogen, denn die Zahl der Pendler wird exponentiell ansteigen. "Das System der Autostraße ist elastisch", meinte er anlässlich einer Informationsveranstaltung letzte Woche und überzeugte mit grafischen Darstellungen,  wobei er den Verkehr
der B1, B14, L118 mit der A22 verglich.
Seine Ansätze: Derzeit ist das Kierlingtal noch nicht so sehr betroffen, denn durch die Umfahrung wälzt sich ein Teil des Verkehrs durch die Ortschaften Kritzendorf, Höflein, Greifenstein- Altenberg und schließlich nach St. Andrä Wördern.
... und wehrhafte Bürger
Diese Ortschaft werde zukünftig ebenfalls stark belastet. Denn vom Tullnerfeld kommend, werde der Verkehr durch die Ortschaft zwei Richtungen einschlagen. Der Verkehr werde entlang der Franz-Josef-Bahn bis zur Umfahrung oder Richtung Maria Gugging und Kierling bis zum Tunnel führen. In jedem Fall müsse man mit einer verstärkten Luftverschmutzung
und starkem Lärmaufkommen rechnen.
Dadurch werden die Lebensqualität und die Grundstücksgrenze bedeutend vermindert. So die Prognose. "Wollte ich die Bevölkerung Kloburgs prüfen, müsste ich den Tunnel erfinden", schloss Knoflacher seinen Vortrag.
"Wir haben schon zu lange geredet, nun müssen wir handeln", warf dann auch ein Zuhörer
im Volksheim Maria Gugging in die Runde. Knoflacher bestärkte ihn mit dem Hinweis, man müsse keine Angst haben. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Er könne nur informieren, die Bevölkerung müsse selbst Widerstand leisten und gemeinsam protestieren.
Tunnel, nein danke.
Verkehrsexperte Knoflacher: Seit 40 Jahren ist der emeritierte Univ. Prof.
Dr.
Hermann Knoflacher in der Verkehrsplanung tätig. Seit der Diskussion um den Bau des Martinstunnels tritt er immer wieder als entschiedener Gegner auf.
                                                                                                                       Foto: Zippel

Der Projekt-Beginn - ohne Bürgerbeteiligung! Obwohl gefordert.   
Umfahrung: "Wo bleiben die Gegner?"
         Im Blick .Punkt  Ausgabe Nr. 100  Herwig Irmler mailto: lion@aon.at
 
 
Soll die Realisierung der Umfahrung vom Ergebnis einer Volksbefragung abhängig sein?
 
   
 
JA- ich bin für demokratische Entscheidungen
 
   
 
NEIN- die Entscheidung soll allein den Experten vorbehalten bleiben
 
   
  Gratis-Umfrage f? Deine Homepage


Auch die Befürworter sollen sich bemerkbar machen können.
Eine Volksbefragung für oder gegen das Umfahrungsprojekt ist daher die klarste Sache der Welt
Noch ist es nicht zu spät, aus dieser Entscheidung heraus, auch die Verantwortung mitzutragen.
Wie aber so oft in entscheidenden Projektierungen wurde der Logik keine Zustimmung gegeben,
Und so ist und bleibt, das was weder zu begründen
noch zu verstehen ist. Das Projekt wird auf biegen und brechen durchgeführt.

 
* Umfahrung: Wo bleiben die Gegner?
* Ein Straßenprojekt das kaum noch jemanden interessiert.
* Den Gegnern ist es nicht gelungen, eine Mehrheit für ihre Interessen zu gewinnen.
* Auf der persönlichen Prioritätenliste der Kloburger Bürger steht das Projekt ganz unten.
 
Nicht zu glauben, aber wahr.
Auch so etwas ist den Medien zu entnehmen. Aussagen die sich sehr polemisch anhören.
Wenn man sich nämlich Sorgen um die Gegner macht, die angeblich keine qualitative Mehrheit aufbringen können und im selben Atemzug erkennt, dass das Straßenprojekt
kaum noch jemanden interessiert und die Priorität der Umfahrung bei den Menschen auf
Null steht, dann werden Gegner und Befürworter über einen Kamm geschert.
So sind wir wieder am Beginn der Debatte und bei der Grundsatzfrage angelangt, ob eine Stichstraße, die den Stadtplatz entlasten- sprich: weniger Stau erzeugen soll, überhaupt gewünscht wird, ob sie sinnvoll ist und sich deshalb diese Investition überhaupt lohnt. Und
da erinnere ich mich wieder an das mehrfach getätigte, verbindliche Bürgermeister-Wort, das da lautete: "Wenn die Umfahrung nicht gewünscht wird, wird sie auch nicht gebaut".
 
Da diese Stadtplatz Umfahrung, nur für Kritzendorfer
und Ölbergsiedler, trotz solcher Zusagen gebaut werden soll, sind doch Befürworter und Gegner ein wichtiger Faktor für eine verbindliche Entscheidung.
Also nichts da, mit unsichtbaren Gegnern oder Interesselosigkeit der Befürworter. Offenheit und offen legen ist wieder gefragt. Es ist ja auch keine Schande, einerseits zu seiner Meinung zu stehen und so den Projektbetreibern den Wind aus den Segeln nimmt, diese andererseits aber unterstützt.
Also was die Befürworter dieses Projektes betrifft, bekommt Schuh, Pröll & Co. keine, um bei dem zitierten Wort zu bleiben, qualitative Mehrheit. Was bisher nachweislich von den Bravo- Rufern aufzuweisen ist, steht auf einem A5 großen Blatt Papier. Nämlich eine Handvoll Unterschriften von Wirtschaftstreibenden, die den Aufruf ihres Wirtschaftsstadtrats KR Kaufmann für die Umfahrung unterstützen wollten, was kläglich scheiterte. Diese Ja- Sager ohne Meinung, agieren immer noch im Untergrund und wollen so schweigend die
Projektbetreibende Baulobby und ihren Miterfinder, den stets Wahl kämpfenden Bgm.
Dr. Schuh wirksam unterstützen. Wenn die Befürworter glauben, sich nicht deklarieren zu müssen, weil die Umfahrung ohnehin, ihrem Einverständnis nach, gebaut wird, dann wage
ich zu behaupten, dass ihnen unser Demokratiebegriff fremd ist. Und dann dürfte es ja nach Adam Riese auf der ganzen Welt keine Volksbefragungen und Volksab-stimmungen geben. Denn all diese Entscheidungsfindungen gehen von einem "Wollen" und nicht von einem
"Dagegen" sein aus. Das "JA" genießen - als Vorschusslorbeeren. Was nicht sagt ob es gescheit oder richtig ist.
Jedenfalls ist der aufgezeigte Weg,
dem sich ein vernünftig Volk nicht verschließen darf, nur über eine Volksbefragung zu beschreiten. Ein Verlangen, das die Initiative 90 (ein KOGE-KLBG Mitglied) zuletzt am 28.5.1999 verlangt hat. Dieses "Muss" wiederhole ich gerne heute nochmals.
Herr Bürgermeister Schuh, stimmen Sie mit Ihrer VP-Politmacht im Gemeinderat über eine Volksbefragung, nach 63 LGBl Nr. 1000-3, ab und vergessen Sie Ihr damaliges
Antwortschreiben auf meine Eingabe vom 16.6.1999, weil sie nicht nur Nonsens ist, sondern, wegen Ihres Widerstands gegen die gesetzmäßige UVP, auch nicht mehr relevant ist. Zur
Erinnerung, ihre damalige Aussage zur Volksbefragung in Ihrem Antwortschreiben v. 16.6.99:
"Wie Ihnen bekannt ist, findet für die Umfahrung im Zuge der B14 derzeit das Umweltverträglichkeitsverfahren statt, und deshalb erscheint es nicht sinnvoll zu sein,
während dieses Verfahrens und ohne das Ergebnis zu kennen, mit Fragestellungen an die Bevölkerung heranzutreten. Wir müssen Verständnis dafür aufbringen, dass das Land Niederösterreich und auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten ein Projekt unserer Größenordnung nicht ohne Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren durchführen wollte. Eine UVP ist nicht ersetzbar".

Daraus ist zu replizieren, dass Schuh-Aussagen mitunter Schall und Rauch sind und dass ohne UVP, die den Bürgern von den Großkopferten gestohlen wurde,  nichts mehr dagegen spricht, eine Volksbefragung durchzuführen. Ob das Bürgermeister Schuh auch
so sieht und sich jetzt gehörig anstrengt, seinen Bürgern zu dienen? Hoffentlich!
Entlastungsstraße eröffnet          
bezirks journal   20. Dezember 2008
Ab sofort fahren 15.000 Fahrzeuge weniger durch das Stadtzentrum

Zweieinhalb Jahre wurde an der 3,6 Kilometer langen Umfahrung gebaut. Am 19. Dezember 2008 wurde sie für den Verkehr frei gegeben.
von Alfred Eipeldauer
Klosterneuburg - "Rund 15.000 Fahrzeuge weniger im Stadtzentrum!!! und damit eine deutliche Entlastung", verspricht sich Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh von der neuen Straße. Für Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der am 17. Dezember die offizielle
Eröffnung vornahm, ist das 63- Millionen- Euro- Projekt!!!  "ein wichtiger Schritt, die Standort- und Lebensqualität der Stadt zu heben." (Das wird als Einbildung erkannt!!!)
Die 3,6 Kilometer lange Straße beginnt mit der Unterführung der Bahn zum Gewerbegebiet,
verläuft anschließend parallel zur Franz- Josefs- Bahn-Trasse entlang der ehemaligen
B14 - in der selben Richtung und Streckenlänge von Weidling bis Kierling.

Unterquert den Weidlingbach und Rollfährenstraße - und schließt mit einer Brücke an die
Albrechtstraße an. So ist aber beim Kreindlhof die B14 unterbrochen. Die Anbindung
über die Hölzlgasse an die Kierlinger Straße in Richtung Tulln ist somit nicht gegeben.
 
 Foto 1: Die Hölzlgasse müsste in beide Richtungen - als B14 - befahrbar sein.
An der Kierlinger Straße / Hölzlgasse ist ein Abbiege-Vorgang mit derart hier sichtbaren Fahrzeugen jedoch nicht möglich! Daher ist das gesamte Bauprojekt falsch oder eben nicht nach dem ursprünglichen Plan konzipiert.
Sie wäre erst wieder mit dem ehemals geplanten Tunnel als B14 ohne Unterbrech-ung bzw. Behinderung zu nützen. Das geplante Tunnel wird aber nicht realisiert.
 
Foto 2-a+b: Zudem ist zu erkennen, dass die derzeitige Überfahrt (Foto) über die
ÖBB zur Albrechtstraße- so lange nicht herzustellen gewesen wäre,
bis die B14
uneingeschränkt befahrbar ist, oder das Tunnel Projekt, wie vorgesehen, realisiert wäre. Vielleicht wollte die Stadt lediglich Kritzendorf entlasten. Was geschieht
aber jetzt mit der immer noch aktiven Haupt- Verkehrsroute B14 durch die Stadt?
Dort wo wirklich der Verkehr vermindert werden sollte! Und wo tatsächlich- und immer noch 20.000 Fahrzeuge pro Tag durch Klosterneuburg brausen!
 
Der im Bild gezeigte Kreisverkehr war nur für den Tunnel-Anschluss
an die B14- Kierlinger- Straße, und weiter nach Gugging-ua. gedacht.
Die Planvorlagen für das
`Tunnel Kierling´ waren im Projekt gegeben.
Das Auffahrt - Ende zur Albrechtstraße hätte die ÖBB- so
überfahren.
Diese Brücken - Konstruktion wäre nur als Gemeindestraße möglich.
Auch unter diesen Gesichtspunkten
ist die unnötige Unterführung der Rollfährenstraße eine plantechnische, ökologische, und finanzielle Katastrophe. Befindet sie sich doch direkt in einem bedeutenden Trinkwasser-Einzugsgebiet Klosterneuburgs. Und dass durch die Tunnel-Führung von Wien kommend, keine Zufahrtsmöglichkeit ins Stadtzentrum gegeben ist, wird zusätzlich kritisiert.
Ist jetzt tatsächlich Ende jedweder vernünftigen und fortführenden Planungs- und
Besserungs-Tätigkeit in dieser Angelegenheit? Das wäre wirklich Jammerschade!

 
Foto 3: Der im Bild gezeigte Kreisverkehr war nur für den Tunnel- Anschluss an die B14 in Richtung Kierling, Gugging St. Andrä Wördern gedacht. Zudem hätte man von diesem `Kreisel´ aus, eine Zufahrt über die Donau zur Korneuburger Autobahn- A22 herstellen können.
Da nun die Planvorgabe des Kierlinger B14 Anschlusses nicht erfüllt wird, ist
das ganze Unternehmen eher als `Fehlplanung´
zu erkennen.



 
 Weiters ist die Bauweise (Foto 2-a+b)
nicht funktionsgerecht ausgeführt.
Es sind deutlich Wasser-Ablassstellen
zu erkennen, die Salz- getränktes
Wasser in die Bodenlage abfließen lassen, so dass dieser Mangel in die Trinkwasserzonen der Stadt eindrin-
gen können
. Wo unterhalb die ÖBB diese Fahrbahn passiert, sind keine Wasser-Ablassbohrungen sichtbar.
 
Die Bundesbahn wollte offensichtlich auf Salz-Berieselung verzichten!!! 
Neben der Verkehrsentlastung bringt die Umfahrung auch Verbesserungen beim Lärmschutz in Wohngebieten, erklärt der Zeitungsbericht. Das ist lediglich als mangelhaft zu erkennen. Und noch etwas ist als `lustig´ zu bewerten.
Der Schwerverkehr Wien - Tulln
kann die B14 Umfahrung nicht benützen,

sondern fährt auf der stadteigenen Straße, die auch Klosterneuburg finanziell zu erhalten hat
. Gibt es da eine finanzielle Zuwendung für Klosterneuburg? Und was
ist das für eine Umfahrung, die vom Schwerverkehr nicht in Anspruch genommen werden kann?
So kommen wir wieder zur freundlichen Überschrift:
* Entlastungsstraße eröffnet
* Ab sofort fahren 15.000 Fahrzeuge weniger durch die Stadt!
* 2 1/2 Jahre wurde an der 3,6 km langen Umfahrung gebaut.
Ich empfinde das als sehr witzig! Eine zweispurige Umfahrung neben einer dreispurigen Parallel- Straße!!!

Symbolische
Eröffnung der Entlastungsstraße
durch LAbg. DI Willi Eigner, Bürgermeister
Dr. Gottfried Schuh, Landeshauptmann 
Dr. Erwin Pröll, Nationalrat Hannes Schmuckenschlager
und Straßenbau-
direktor
DI Rudolf Gruber
(von links)
Foto: Z.V.G.

Jetzt eröffnen sich die Fragen:             
1.) Namen die Architekten der Umfahrungsplanung eine falsche Kostenrechnung vor?
      1.1. Mögliche Gründe:
              a) Unvorhergesehene Teuerung in den Boden-Tieflagen die vor Baubeginn 
                  massive Grundwasser-Einbrüche nicht erkannten.
             b) Ständiges abpumpen der entstandenen Grundwasservorkommnisse 
                   verursachen laufend bedeutende Kosten.
               c)  Unterführung der Rollfährenstraße hätte nicht gebaut werden dürfen.
                   Kreisverkehr Unterer Martinssteg - Rollfährenstraße wäre ausreichend
                   gewesen.
                 
              d)  Die Einzugsbereiche für das Klbg. Trinkwasser sind permanenten 
                   Verunreinigungen und daher einer schweren Belastung ausgesetzt.
      1.2. Bessere Lösungen sind jetzt natürlich nicht mehr relevant, wären aber
              vorhanden gewesen. Gewissenhafte Planung hat gefehlt. Der Schaden
              ist groß.
              
2.) Wenn auch Klosterneuburg unter der finanziellen Fehlplanung vorerst auf die 
      Weiterführung der `Umfahrung´ verzichten muss, die notwendige Fertigstellung
      ist dennoch im Auge zu behalten. Nicht zuletzt lautet das Sprichwort:

      "Wer A sagt, muss auch B sagen".
3.) Die folgenschwere Fehlplanung im Bild:
Eine derartige Vorgeschichte, wie in dem hier dargestellten Bild, hinterlässt eine Bodenbeschaffenheit, auf der nie und nimmer ein derartiges Bauprojekt  errichtet werden dürfen. Man darf nicht vergessen, dass das heutige Grundwasserniveau der Rollfährensiedlung (ca. 9 Meter unter der ehemaligen Donau-Oberfläche- historisches Bild) anzunehmen ist. In dieser Tieflage ist in Etwa die Umfahrung an der Rollfährenstraße angesiedelt. Man darf nicht vergessen, dass das Donau-Niveau in etwa gleich der Höhenlage des heutigen Grundwasser- Trinkwasserniveaus liegt. Da hätten eben andere Planungen überlegt und realisiert werden müssen.
 
                                                                                         (1. Historisches Bild ^)
 (2. Quell- und Trinkwassereinbrüche unter Boden-Niveau)
Einer von mehreren Problempunkten "unter Tag":
Obwohl bei weitem nicht in der
tiefsten Unterführungszone, macht
eine ständig fließende Wasserader
in der Grundwasserzone große Schwierigkeiten. Die Strömungs-bewegung des Wassers konnte auch mit bestem technischen Gerät, nicht befriedigend reguliert werden.
(3. Stahlbeton in solcher Menge ist teuer) 
Alles lässt sich eben nicht mit `Gewalt´ realisieren. Jedenfalls ist so etwas praktisch eine unbezahlbare Gewaltlösung, die dem Projekt nicht zugemutet hätte werden dürfen.
 
Muss eine entscheidende Polit-Frage mehrmals gestellt werden?

Und wenn ja- dann warum?
Wenn eine Wiederholungs- Erweiterungs- bzw. Ergänzungsfrage gestellt wird, welches Ergebnis gilt dann? Das aus der Erstfrage - oder das aus der folgenden Ergänzungsfrage? Werden die einzelnen Ergebnisse veröffentlicht?
 
Schuh; 90 Prozent sind für das Tunnelprojekt!           
NÖN Nr. 14/ 1991 Klosterneuburg
Warten seit 20 Jahren!!!
Klosterneuburg: Noch im Frühjahr soll ein umfassendes Umweltgutachten über das Klosterneuburger Tunnelprojekt vorliegen und von Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh in einer großen Bürgerversammlung präsentiert werden. Unter allen bisherigen Überlegungen, die Stadt vom Durchzugsverkehr zu entlasten, habe sich das Tunnelkonzept als beste Variante herausgestellt, betonte Schuh.
 
Das Gutachten wird gemeinsam von Geologen, Ökologen, Hydrologen und Luftgüteex-perten erstellt. Die Stadtgemeinde erhofft von der NÖ- Landesregierung, dass diese als mittelbare Bundesstraßenverwaltung eine entsprechende Initiative zur Änderung des
Bundesstraßengesetzes ergreift. Das Tunnelprojekt findet Schuh zufolge die Zustimmung von etwa 90 Prozent der Klosterneuburger und erfordert ein Investitionsvolumen von etwa 400 Millionen Schilling. Die Realisierung werde sowohl die durch den starken Durchzugsverkehr gegebene Verkehrssituation entschärfen als auch die Umweltbelastung spürbar mindern. In den Sommermonaten rollen bis zu 30.000 Autos durch das Stadtzentrum. Dies wurde von Schuh als ökologisch unvertretbar bezeichnet. Außerdem werde das Wirtschaftsleben gefährdet.
Mit einem Tunnel würde man, so der Bürgermeister, künftig Staus weitgehend verhindern und die Belastung durch Autoabgase stark verringern können.
Schuh wies schließlich darauf hin, dass die Lösung der Klosterneuburger Verkehrsprobleme in Übereinstimmung mit der Deklaration zur Rettung des Wienerwalds erfolge und auch eine wesentliche Verbesserung der Nahversorgung bewirken werde.
Der Bürgermeister  10.6.2009
 

Sehr geehrte Mitbürgerin, sehr geehrter Mitbürger!
Mit der neuen Entlastungsstraße und den daraus resultierenden Verkehrsmaßnahmen will die Stadt den Durchzugsverkehr durch das Stadtzentrum minimieren und somit nachhaltige Verbesserungen für die Lebensqualität treffen. Um diese Maßnahmen auch entsprechend zu evaluieren, bitte ich Sie nun um ihre geschätzte Mithilfe! Bitte beantworten Sie untenstehende Fragen und senden Sie diese mit beiliegendem Kuvert zurück.
Die Portokosten werden selbstverständlich von der Stadt übernommen.

Ich bedanke mich für Ihre Mithilfe!   Dr. Gottfried Schuh
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Entlastungsstraße Klosterneuburg wurde am 19.12.2008 dem Verkehr übergeben.
1. Ist die neue Entlastungsstraße für Ihre Verkehrswege von Vorteil?

I__I   Ja                         I__I   Nein

2. Wie oft benutzen Sie die Entlastungsstraße?
I__I   Nie    I__I  1 - 5 x pro Monat     I__I  1 - 5 x pro Woche    I__I  1 - 3 x pro Tag

3. Befürworten Sie die Verkehrsmaßnahmen, die zur Verminderung des Durchzugsverkehrs in der Oberen Stadt getroffen wurden?
I__I   Ja                         I__I   Nein

4. Als weiterer Bauabschnitt zur Entlastung des Stadtkerns ist der sogenannte Martinstunnel geplant, der die Entlastungsstraße von ihrem jetzigen Ende
(Bereich Stelzenbrücke) mit der Kierlingerstraße (Bereich Lessinggasse) verbindet Ist aus Ihrer Sicht die Realisierung des Martinstunnels zur Verkehrsentlastung notwendig?

I__I   Ja                         I__I   Nein

Um besser auf Ihre Bedürfnisse eingehen zu können ersuchen wir Sie um Zuordnung
Ihres Wohngebietes:
 
Klosterneuburg Stadt
Obere Stadt
Untere Stadt
Martinsviertel
Sachsenviertel
Katastralgemeinde
Weidling / Weidlingbach
Kierling / Maria Gugging
Kritzendorf / Höflein
 
 Bitte senden Sie dieses Schreiben nach Beantwortung der obenstehenden Fragen mit beiliegendem Kuvert an die Stadtgemeinde Klosterneuburg, die Portokosten bezahlt
der Empfänger.     Vielen Dank für Ihre Mithilfe!
 
Stadt Klosterneuburg
Rathausplatz 1   3400 Klosterneuburg
Telefon: (02243) 444-O DW, Fax: -296 DW
E-mail: stadtamt@klosterneuburg.at      wwww.klosterneuburg.at

Das Umfahrungsprojekt! Wie geht es weiter?        
Sehr geehrter Herr Bürgermeister
,
Sie haben behauptet, dass 90 % der Klosterneuburger Bürger für die Martinstunnel-Umfahrung sind. Gerade aus dieser Behauptung heraus, ist es legitim, diese entscheidende Frage auch nachweislich von den Bürgern beantworten zu lassen.
"Dann wird sich zeigen, ob diese Idee - insbesondere auch Ihre Forderungen
nach gleichzeitiger Verkehrsberuhigung,
insbesondere Ihr dezidierter Wunsch den Schleichweg durch die Buchberggasse zu unterbinden (Amtsblatt Nr.2/1990) von der Bevölkerung geteilt wird".

 
Und außerdem: Wenn Sie, Herr Bürgermeister Dr. Schuh seit 1991, also seit 20 Jahren schon den Auftrag durch die Bevölkerung erhielten, die Klosterneuburger Umfahrung mit einem Tunnel-System von Klosterneuburg in Richtung Kierling zu errichten, dann ist die Frage doch berechtigt, warum Sie diese Frage der Bevölkerung 2009 nochmals stellen. Noch dazu, wo doch inzwischen das halbe Projekt vollendet ist!
Und wer A sagt, soll doch auch B sagen! Herr Bürgermeister wenn Sie jetzt, nach Eröffnung des ersten Bauabschnittes die Bevölkerung fragen, `ob die Realisierung des Martinstunnels zur Verkehrsentlastung Klosterneuburgs notwendig ist?, dann verstehe ich die Welt
nicht mehr! Abgesehen davon, bin ich mit Ihrer Frage nach der
Notwendigkeit einer Verkehrsentlastung überfordert. Werden Sie, wenn die Bürger eine Verkehrsentlastung für nicht notwendig erachten, das errichtete 100 Millionen Euro - Projekt wieder entfernen? Als `Lust und Lustig´ empfinde ich tatsächlich etwas anderes. Sie haben
sich doch 20 Jahre lang darüber gefreut, dass Ihnen die Klosterneuburger den Auftrag zur Tunnel- Umfahrung gegeben haben. Und wenn ich jetzt feststelle, dass Sie auf die plantechnischen Voraussetzungen inzwischen verzichtet haben, dann kann ich aber
nicht verstehen, warum Sie eine Frage stellen, deren Realisierung in der technischen Planvorlage gar nicht mehr zu finden ist.
Ich hoffe,
dass ich von Bürgermeister Mag. Schmuckenschlager umfassende Auskunft erhalte. Ich denke, dass ich meinen Lesern, eine klare Antwort  schuldig bin. Insbesondere wenn ich jetzt ein gewisses Projekt-Tohuwabohu erkenne.
Also:
Gut geschulte Techniker mit `akademischem Grad´, die zudem eine unleugbare Verantwortung gegenüber der Republik Österreich zu wahren, zu beachten und nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen haben, wurden beauftragt, nach Kostenwahrheit, eine verlässliche Preiskalkulation zu erstellen. Insbesondere deshalb, weil vorerst eine Teilprojektierung zu realisieren war.
Es durften daher vorerst etwa die Hälfte der Gesamtkosten investiert werden.
Das Zahlenspiel:
Das Tunnelprojekt 1991, findet Schuh zufolge, die Zustimmung von etwa 90 %
der Klosterneuburger und erfordert ein Investitionsvolumen von etwa

400 Millionen Schilling.
 In der Umrechnung sind das
  29 Mio €
für die ganze Umfahrung. Minus dem fehlenden Tunnelprojekt, bleiben
  14 Mio €
als Gesamtkosten für das durchgeführte Teilprojekt!!!
  63 Mio € wurden aber für das Teilprojekt aufgewendet. Möglicherweise sind gar
110 Mio €  investiert worden!?
In dieser Situation ist es klar, die Tunnelvariante nicht errichten zu können!
Aber noch einmal: Wie ist es möglich, in so eine Fehlberechnung zu gelangen?


Verunreinigung von Trinkwasserqualität?

Gefährden Bauprojekte unser Trinkwasser?

Reaktionen-2:           
Ich bin erstaunt
08.01.2011 - klaro
Wenn ich das hier sehe und lese, muss ich gleich mal mein erstaunen zum Ausdruck bringen. Ich kann es kaum glauben, dass dieses gigantische Umfahrungsprojekt derartigen Berechnungsfehlern
unterlegen ist, dass jetzt anscheinend eine Fertigstellung mit dem geplanten Tunnel in Richtung Tulln in Frage gestellt wird. Alle anderen Probleme werden, denke ich, doch auch gelöst?
-klaro-

Die Meinung zur Umfahrung
In anderer Erkenntnis...
NEIN!!! Ich rede über die Umfahrung - Und ich sage:
DIE UMFAHRUNG IS OASCH!!! traurig
Superfrog (32) 29.02.2012 15:10

Ich brauch ja nur auf diese Bilder schauen
Wenn ich denke, dass diese Bilder unser Trinkwasser zeigen! Mir graut!
Ganz deutlich ist Öl im Wasser zu erkennen.
-mark-
 
Was nicht sein darf-
das kann doch auch nicht sein! Um so mehr wundert es mich, dass offensichtlich Öl -
getränktes Salzwasser ungeklärt auf die Erde rieseln darf, um von der Umfahrung in
unser Trinkwasser zu gelangen!? Interessant, dass über der ÖBB kein so böses
Wasser aus der Brücken-Auffahrt rinnt!
-ich weiß es-

    Probleme  11